Wech­sel­mo­dell – kein Regel­fall für das Umgangs­recht?

Nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sugns­ge­richts besteht kei­ne gesetz­ge­be­ri­sche Pflicht zur Ein­räu­mung eines pari­tä­ti­schen Umgangs­rechts ("Wech­sel­mo­dell") getrennt leben­der Eltern als Regel­fall. Ins­be­son­de­re folgt aus Art. 6 Abs. 2 GG nicht, dass der Gesetz­ge­ber den Gerich­ten für die Zuord­nung von Rech­ten und Pflich­ten getrennt leben­der Eltern eine pari­tä­ti­sche Betreu­ung als Regel vor­ge­ben und eine

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Pari­tä­ti­sches Wech­sel­mo­dell – als Umgangs­re­ge­lung des Fami­li­en­ge­richts

Das Fami­li­en­ge­richt darf auf Antrag eines Eltern­teils gegen den Wil­len des ande­ren Eltern­teils ein sog. pari­tä­ti­sches Wech­sel­mo­dell, also die etwa hälf­ti­ge Betreu­ung des Kin­des durch bei­de Eltern, als Umgangs­re­ge­lung anord­nen. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof und leg­te dabei auch fest, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein sol­ches pari­tä­ti­sches Wech­sel­mo­dell vom Fami­li­en­ge­richt ange­ord­net

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Umgangs­recht im Wech­sel­mo­dell – und das Eltern­recht

Die Ein­be­zie­hung aller Eltern in den Schutz­be­reich des Art. 6 Abs. 2 GG bedeu­tet nicht, dass allen Müt­tern und Vätern stets die glei­chen Rech­te im Ver­hält­nis zu ihrem Kind ein­ge­räumt wer­den müs­sen. Das Eltern­recht, wel­ches Art. 6 Abs. 2 GG Müt­tern wie Vätern gewähr­leis­tet, bedarf der gesetz­li­chen Aus­ge­stal­tung. Weil das Eltern­recht bei­den Eltern­tei­len zusteht,

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Kin­der­be­treu­ung im Wech­sel­mo­dell – und der Bar­un­ter­halt

Die im Rah­men eines Wech­sel­mo­dells von einem Eltern­teil geleis­te­te Kin­der­be­treu­ung kann nicht zur Befrei­ung von sei­ner Bar­un­ter­halts­pflicht füh­ren. Im Fall des Wech­sel­mo­dells haben bei­de Eltern­tei­le für den Bar­un­ter­halt ein­zu­ste­hen. Der Unter­halts­be­darf bemisst sich nach dem bei­der­sei­ti­gen Ein­kom­men der Eltern und umfasst außer­dem die infol­ge des Wech­sel­mo­dells ent­ste­hen­den Mehr­kos­ten (vor allem

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Gemein­sa­mes Sor­ge­recht, Wech­sel­mo­dell – und der gel­tend gemach­te Bar­un­ter­halt

Wenn die gemein­sam sor­ge­be­rech­tig­ten Kin­des­el­tern ein ech­tes Wech­sel­mo­dell prak­ti­zie­ren und der eine Eltern­teil Ansprü­che des Kin­des auf Bar­un­ter­halt gegen den ande­ren Eltern­teil gericht­lich gel­tend zu machen beab­sich­tigt, hat er die Wahl, ob er ent­we­der die Bestel­lung eines Pfle­gers für das Kind her­bei­führt oder ob er nach § 1628 BGB bei

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Geschie­de­ne Beam­te, Kin­der im Wech­sel­mo­dell – und der Fami­li­en­zu­schlag

Bei geschie­de­nen Beam­ten, deren Kind bei bei­den Eltern­tei­len zu glei­chen Antei­len im wöchent­li­chen Wech­sel wohnt, kann der jeweils ent­ste­hen­de Mehr­be­darf die Gewäh­rung des vol­len kin­der­be­zo­ge­nen Fami­li­en­zu­schlags recht­fer­ti­gen. Rechts­grund­la­ge für den Anspruch auf den vol­len kin­der­be­zo­ge­nen Fami­li­en­zu­schlag im Zeit­raum von 1.08.2010 bis zum 31.03.2011 sind §§ 39 Abs. 1, 40 Abs.

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Gemein­sa­mes Sor­ge­recht – und die Gel­tend­ma­chung von Kin­des­un­ter­halt

Nach § 1629 Abs. 2 Satz 2 BGB kann bei gemein­sa­mer elter­li­cher Sor­ge der­je­ni­ge Eltern­teil, in des­sen "Obhut" sich das Kind befin­det, die­ses bei der Gel­tend­ma­chung sei­ner Unter­halts­an­sprü­che gesetz­lich ver­tre­ten. Der dem Jugend­hil­fe­recht ent­lehn­te (vgl. auch § 42 SGB VIII) Begriff der Obhut knüpft an die tat­säch­li­chen Betreu­ungs­ver­hält­nis­se an. Ein Kind befin­det

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