Tren­nung und Ver­bin­dung von Wider­spruchs­ver­fah­ren

Eben­so wie das Ver­wal­tungs­ge­richt im Kla­ge­ver­fah­ren nach § 93 VwGO kann auch die das Wider­spruchs­ver­fah­ren füh­ren­de Behör­de eine Tren­nung oder Ver­bin­dung von Wider­spruchs­ver­fah­ren nach ihrem weit zu ver­ste­hen­den Ver­fah­ren­ser­mes­sen vor­neh­men. Der Vor­wurf einer sach­wid­ri­gen Ver­fah­rens­ge­stal­tung kommt inso­weit nur bei will­kür­li­chem Ver­hal­ten der Behör­de in Betracht, für das kein ver­tret­ba­rer Grund

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Bei­trags­strei­tig­kei­ten – und die Ver­tre­tung durch Steu­er­be­ra­ter

Steu­er­be­ra­ter sind vor den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten und Ober­ver­wal­tungs­ge­rich­ten auch in Bei­trags­strei­tig­kei­ten nach § 67 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3, Abs. 4 Satz 7 VwGO zur Ver­tre­tung befugt. Die Ver­tre­tung in bei­trags­recht­li­chen Wider­spruchs­ver­fah­ren ist Steu­er­be­ra­tern als Neben­leis­tung zur Pro­zess­ver­tre­tung nach § 5 Abs. 1 RDG gestat­tet. Dabei kann für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt offen blei­ben, ob die Grund­la­ge für

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Steu­er­be­ra­ter – als Ver­tre­ter in Bei­trags­strei­tig­kei­ten

Steu­er­be­ra­ter dür­fen ihre Man­dan­ten auch in Strei­tig­kei­ten über Frem­den­ver­kehrs­bei­trä­ge ver­tre­ten. Die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts liegt ein Rechts­streit zwi­schen der Stadt Rie­den­burg und meh­re­ren Steu­er­be­ra­tern zu Grun­de. Die Stadt Rie­den­burg ist ein Frem­den­ver­kehrs­ort im Alt­mühl­tal. Die kla­gen­den Steu­er­be­ra­ter betreu­en ver­schie­de­ne Frem­den­ver­kehrs­be­trie­be in Steu­er­sa­chen und machen zusätz­lich die erfor­der­li­chen Anga­ben zu den

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Erle­di­gung im lau­fen­den Wider­spruchs­ver­fah­ren – und die Hei­lung des Anhö­rungs­man­gels

Erle­digt sich ein Ver­wal­tungs­akt wäh­rend des lau­fen­den Wider­spruchs­ver­fah­rens, so wird ein Anhö­rungs­man­gel nicht allein durch Wider­spruchs­ein­le­gung geheilt; erfor­der­lich für eine Hei­lung ist viel­mehr zusätz­lich, dass die Behör­de den Ver­wal­tungs­akt vor des­sen Erle­di­gung anhand etwai­gen neu­en Vor­brin­gens des Betrof­fe­nen neu und unvor­ein­ge­nom­men über­prüft. Nach § 28 Abs. 1 LVwVfG ist einem Betei­lig­ten

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Über­lan­ge Gerichts­ver­fah­ren – und das vor­her­ge­hen­de Wider­spruchs­ver­fah­ren

Ein Wider­spruchs­ver­fah­ren gehört nicht zum Gerichts­ver­fah­ren im Sin­ne von § 198 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 6 Nr. 1 GVG. "Gerichts­ver­fah­ren" im Sin­ne des § 198 Abs. 1 GVG ist nach Absatz 6 "jedes Ver­fah­ren von der Ein­lei­tung bis zum rechts­kräf­ti­gen Abschluss ein­schließ­lich eines Ver­fah­rens auf Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes und zur Bewil­li­gung von Pro­­zess-

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Meh­re­re Mar­ken­in­ha­ber im Wider­spruchs­ver­fah­ren

Meh­re­re Inha­ber einer Mar­ke bil­den eine Bruch­teils­ge­mein­schaft, wenn sie ihre Rechts­be­zie­hun­gen nicht abwei­chend gere­gelt haben. Steht eine Mar­ke meh­re­ren Per­so­nen in Bruch­teils­ge­mein­schaft zu, sind sie not­wen­di­ge Streit­ge­nos­sen in dem gegen die­se Mar­ke gerich­te­ten Wider­spruchs­ver­fah­ren vor dem Deut­schen Patent- und Mar­ken­amt und im Beschwer­de­ver­fah­ren vor dem Bun­des­pa­tent­ge­richt. Die auf § 83

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Auf­he­bung einer einst­wei­li­gen Ver­fü­gung im Haupt­sa­che­ver­fah­ren

Im Haupt­sa­che­ver­fah­ren ist nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Karls­ru­he eine Wider­kla­ge mit dem Antrag auf Auf­he­bung einer einst­wei­li­gen Ver­fü­gung gemäß § 927 ZPO nicht zuläs­sig. Anders als im Wider­spruchs­ver­fah­ren nach § 924 f. ZPO ist im Auf­he­bungs­ver­fah­ren nach § 927 ZPO eine durch das Erst­ge­richt zu Unrecht auf­ge­ho­be­ne einst­wei­li­ge Ver­fü­gung im

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Wi­der­spruch in be­am­ten­recht­li­chen Strei­tig­kei­ten

Das Erfor­der­nis des Wider­spruchs­ver­fah­rens in allen beam­ten­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten nach § 126 BRRG soll sicher­stel­len, dass sich der Dienst­herr mit allen Anlie­gen der Beam­ten vor einer Kla­ge­er­he­bung befas­sen kann. Ein Wider­spruchs­ver­fah­ren ist ent­behr­lich, wenn sich die Behör­de gegen­über dem Klä­ger vor­ge­richt­lich end­gül­tig auf die Ableh­nung des Rechts­schutz­be­geh­rens fest­ge­legt hat. Dar­an ändert

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Kos­ten­er­stat­tung im sozi­al­recht­li­chen Wider­spruchs­ver­fah­ren

Nach § 63 Abs 1 S 1 SGB X hat der Rechts­trä­ger, des­sen Behör­de den ange­foch­te­nen Ver­wal­tungs­akt erlas­sen hat, dem­je­ni­gen, der Wider­spruch erho­ben hat, die zur zweck­ent­spre­chen­den Rechts­ver­fol­gung oder Rechts­ver­tei­di­gung not­wen­di­gen Auf­wen­dun­gen zu erstat­ten, soweit der Wider­spruch erfolg­reich ist. Ein Wider­spruch hat im Regel­fall immer dann Erfolg im Sin­ne des Geset­zes, wenn

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Kos­ten­er­stat­tung bei erfolg­lo­sem Wider­spruch

Nach § 63 Abs 1 S 1 SGB X hat der Rechts­trä­ger, des­sen Behör­de den ange­foch­te­nen Ver­wal­tungs­akt erlas­sen hat, dem­je­ni­gen, der Wider­spruch erho­ben hat, die zur zweck­ent­spre­chen­den Rechts­ver­fol­gung oder Rechts­ver­tei­di­gung not­wen­di­gen Auf­wen­dun­gen zu erstat­ten, wenn der Wider­spruch erfolg­reich ist. Erfolg im Sin­ne des § 63 Abs 1 S 1 SGB X hat nach der

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Not­wen­dig­keit der Zuzie­hung eines Bevoll­mäch­tig­ten in einem Wider­spruchs­ver­fah­ren

Nach § 63 Abs 1 Satz 1 iVm Abs 2 SGB X sind im Fal­le eines erfolg­rei­chen Wider­spruchs auch die Gebüh­ren oder Aus­la­gen eines Rechts­an­walts oder eines sons­ti­gen Bevoll­mäch­tig­ten im Vor­ver­fah­ren erstat­tungs­fä­hig, wenn die Zuzie­hung eines Bevoll­mäch­tig­ten not­wen­dig war (§ 63 Abs 2 SGB X); ob dies der Fall war, ist in der Kos­ten­ent­schei­dung

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Nach­ho­lung der Anhö­rung im Wider­spruchs­ver­fah­ren

Im Wider­spruchs­ver­fah­ren kann eine unter­blie­be­ne Anhö­rung unein­ge­schränkt nach­ge­holt wer­den, weil das Ver­fah­ren noch im Ver­ant­wor­tungs­be­reich des Leis­tungs­trä­gers steht. Nach § 24 Abs. 1 SGB X ist vor Erlass eines belas­ten­den Ver­wal­tungs­akts dem Betrof­fe­nen Gele­gen­heit zu geben, sich zu den für die Ent­schei­dung erheb­li­chen Tat­sa­chen zu äußern. Die erheb­li­chen Tat­sa­chen in die­sem

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Erle­di­gung eines Wider­spruchs­ver­fah­rens

Eine Erle­di­gung des Wider­spruchs­ver­fah­rens auf ande­re Art und Wei­se i. S. des § 80 Abs. 1 S. 5 LVwVfG kann nur dadurch ein­tre­ten, dass das Wider­spruchs­ver­fah­ren vor sei­nem förm­li­chen Abschluss durch das Erge­hen eines Abhil­­fe- oder Wider­spruchs­be­scheids anders als durch den Erlass eines sol­chen Bescheids gegen­stands­los wird. Erle­digt sich der Wider­spruch auf

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Der Sozi­al­ge­richts­pro­zess und das feh­len­de Wider­spruchs­ver­fah­ren

Fehlt es an der nach § 78 Abs. 1 Satz 1 SGG bzw. § 78 Abs. 3 SGG erfor­der­li­chen Durch­füh­rung eines Vor­ver­fah­rens, ist die Kla­ge nach Ansicht des Sozi­al­ge­richts Mann­heim – ent­ge­gen der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts – als unzu­läs­sig abzu­wei­sen. Das Kla­ge­ver­fah­ren ist auch nicht aus­zu­set­zen, um Gele­gen­heit zu geben, das Wider­spruchs­ver­fah­ren

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Anwalts­kos­ten für Tat­sa­chen­vor­trag beim Wider­spruch

Eine Not­wen­dig­keit der Beauf­tra­gung eines Rechts­an­walts besteht nicht, wenn zur Begrün­dung eines Wider­spruchs ein blo­ßer Tat­sa­chen­vor­trag aus­reicht. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt nun­mehr ent­schie­den. Die Kreis­ver­wal­tung Ger­mers­heim hat­te gegen­über dem Klä­ger die Füh­rung eines Fahr­ten­buchs für sein Motor­rad der Mar­ke Hon­da ange­ord­net. Begrün­det hat­te sie dies damit, dass mit dem

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Die Wei­sung der Auf­sichts­be­hör­de und das Wider­spruchs­ver­fah­ren

Ein Wider­spruchs­ver­fah­ren nach § 68 VwGO ist über die gesetz­lich aus­drück­lich gere­gel­ten Fäl­le hin­aus aus­nahms­wei­se auch dann ent­behr­lich, wenn des­sen Zweck bereits Rech­nung getra­gen ist oder die­ser ohne­hin nicht mehr erreicht wer­den kann. Dies gilt jeden­falls dann, wenn die Aus­gangs­be­hör­de zugleich Wider­spruchs­be­hör­de ist und den Bescheid auf­grund einer sie bin­den­den

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Abschaf­fung des Wider­spruchs­ver­fah­rens in Nie­der­sach­sen

Das Wider­spruchs­ver­fah­ren ist in Nie­der­sach­sen mit Inkraft­tre­ten des Geset­zes vom 5. Novem­ber 2004 zum 1. Janu­ar 2005 außer­halb der in § 8a Abs. 3 Nds. AG VwGO a. F. aus­drück­lich und spe­zi­al­ge­setz­lich auf­ge­führ­ten Rechts­ge­bie­te (Beam­­­ten- und Sozi­al­recht) und der unmit­tel­bar aus höher­ran­gi­gem Recht fol­gen­den Fall­grup­pen ins­ge­samt abge­schafft und damit unzu­läs­sig gewor­den,

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Über 100.000 Wider­spruchs­be­schei­de durch die unzu­stän­di­ge Behör­de

Nach einem Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len hat die Bezirks­re­gie­rung Müns­ter in den Jah­ren 2008 und 2009 in Ange­le­gen­hei­ten des Schwer­be­hin­der­ten­rechts mehr als 100.000 Wider­spruchs­be­schei­de erlas­sen, ohne dafür zustän­dig zu sein. Die Bezirks­re­gie­rung Müns­ter sei zum Erlaß der zahl­rei­chen Wider­spruchs­be­schei­de – allein 75.000 im Jahr 2009 – sach­lich nicht zustän­dig gewe­sen. Nach

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Teil­wei­se Abschaf­fung des Wider­spruchs­ver­fah­rens in Bay­ern

Die seit 1. Juli 2007 in Bay­ern gel­ten­de Neu­re­ge­lung zur teil­wei­sen Abschaf­fung und im Übri­gen fakul­ta­ti­ven Aus­ge­stal­tung des Wider­spruchs­ver­fah­rens ver­stößt nach einer Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs nicht gegen die Baye­ri­sche Ver­fas­sung. Ein Ver­stoß gegen das Rechts­staats­prin­zip (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 BV) unter dem Gesichts­punkt man­geln­der Kom­pe­tenz des Lan­des­ge­setz­ge­bers liegt, so der Baye­ri­sche

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Abfall im Wald

Wald­ei­gen­tü­mer und Wald­be­sit­zer sind, wie sich aus einem Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Müns­ter ergibt, für die Ent­sor­gung von Abfall, den ande­re im Wald able­gen, nicht ver­ant­wort­lich.

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