Der spä­te Schrift­satz

Das Gericht ist ver­pflich­tet, einen Schrift­satz der Betei­lig­ten zu berück­sich­ti­gen, der zwar nach der Beschluss­fas­sung über das Urteil, aber vor des­sen Ver­kün­dung oder Zustel­lung ein­geht. Kommt das Gericht die­ser Ver­pflich­tung nicht nach, so ver­letzt es den Anspruch des betrof­fe­nen Betei­lig­ten auf recht­li­ches Gehör. Denn das Gericht muss Anträ­ge und Erklä­run­gen

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Der nicht nach­ge­las­se­ne Schrift­satz – und die Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung

Nach § 156 Abs. 2 ZPO ist die münd­li­che Ver­hand­lung ins­be­son­de­re bei einer Ver­let­zung der Hin­weis- und Auf­klä­rungs­pflicht (§ 139 ZPO) anzu­ord­nen. Gemäß § 139 Abs. 4 ZPO sind Hin­wei­se so früh wie mög­lich zu ertei­len, so dass die Par­tei Gele­gen­heit hat, ihre Pro­zess­füh­rung hier­auf ein­zu­rich­ten. Erteilt das Gericht den Hin­weis erst

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Rich­ter­wech­sel nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung

Tritt nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung und vor Fäl­lung des Urteils (abschlie­ßen­de Bera­tung und Abstim­mung) auf­grund einer Ände­rung des Geschäfts­ver­tei­lungs­plans ein Rich­ter­wech­sel ein, so ist das erken­nen­de Gericht nicht ord­nungs­ge­mäß besetzt, wenn ent­ge­gen § 156 Abs. 2 Nr. 3 ZPO nicht die münd­li­che Ver­hand­lung wie­der eröff­net, son­dern ein Urteil ver­kün­det wird, das

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Recht­li­ches Gehör bei nach­ge­reich­tem Schrift­satz

Im arbeits­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren haben im Fall eines nach­ge­reich­ten Schrift­sat­zes die ehren­amt­li­chen Rich­ter an der Ent­schei­dung über eine Wie­der­eröff­nung der münd­li­chen Ver­hand­lung mit­zu­wir­ken. Nach § 296a Satz 1 ZPO kön­nen nach Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung, auf die das Urteil ergeht, Angriffs- und Ver­tei­di­gungs­mit­tel nicht mehr vor­ge­bracht wer­den. Nach Satz 2 die­ser Bestim­mung blei­ben

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