Vor­stra­fen – und die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des

Eine Uni­ver­si­tät darf für die Zulas­sung eines Pro­mo­ti­ons­be­wer­bers zur Pro­mo­ti­on einem straf­ba­ren Ver­hal­ten nur inso­weit Rele­vanz bei­mes­sen, als wis­sen­schafts­be­zo­ge­ne Straf­ta­ten in Rede ste­hen. Als Rechts­grund­la­ge für die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des des Dr.s, die die beklag­te Uni­ver­si­tät ver­fügt hat, ist im hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall auf § 39 Abs. 4 Satz

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Pro­mo­ti­ons­zu­las­sung trotz straf­ge­richt­li­cher Ver­ur­tei­lun­gen

Eine Uni­ver­si­tät kann die Zulas­sung zum Pro­mo­ti­ons­ver­fah­ren wegen einer straf­ge­richt­li­chen Ver­ur­tei­lung des Antrag­stel­lers nur dann ableh­nen, wenn die began­ge­ne Straf­tat eine wis­sen­schafts­be­zo­ge­ne Ver­feh­lung dar­stellt. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall bean­trag­te der Dok­to­rand bei der beklag­ten Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Berg­aka­de­mie Frei­berg die Eröff­nung eines Pro­mo­ti­ons­ver­fah­rens. Dem Antrag bei­gefügt war gemäß

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Uni-Fusi­on, Wis­sen­schafts­frei­heit und der Grün­dungs­be­auf­trag­te – der Fall der BTU Cott­bus-Senf­ten­berg

Das Bun­des­ver­fas­sugns­ge­richt hat Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen die Fusi­on der TU Cott­bus mit der FH Lau­sitz zur BTU Cot­t­bus-Senf­­ten­berg teil­wei­se statt­ge­ge­ben: Die vor­über­ge­hen­de Lei­tung der BTU Cot­t­bus-Senf­­ten­berg durch einen vom Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Grün­dungs­be­auf­trag­ten ist nicht mit der Wis­sen­schafts­frei­heit des Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ver­ein­bar, weil der Gesetz­ge­ber die wesent­li­chen Rege­lun­gen nicht selbst

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Zustän­dig­keits­pro­ble­me bei der Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des

Mit der Fra­ge, wel­ches Organ der Hoch­schu­le für die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des zustän­dig ist, wenn dies in der Pro­mo­ti­ons­ord­nung nicht aus­drück­lich gere­gelt ist, hat­te sich das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he zu befas­sen: Die Zustän­dig­keit für die Ent­schei­dung über die Ent­zie­hung des Dok­tor­gra­des liegt nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Karls­ru­he nicht beim Rek­to­rat der

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Der nur vor­über­ge­hen­de Beschäf­ti­gungs­be­darf einer uni­ver­si­tä­ren For­schungs­grup­pe

Ein sach­li­cher Grund liegt nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 TzB­fG vor, wenn der betrieb­li­che Bedarf an der Arbeits­leis­tung nur vor­über­ge­hend besteht. Der Sach­grund des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 TzB­fG ist von der regel­mä­ßig gege­be­nen Unsi­cher­heit über die künf­ti­ge Ent­wick­lung des Arbeits­kräf­te­be­darfs eines Unter­neh­mens oder einer Behör­de zu unter­schei­den.

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Habi­li­ta­ti­on auf­grund einer her­vor­ra­gen­den Dis­ser­ta­ti­on

Die in § 71 Abs. 3 S. 1 Ham­bur­gi­sches Hoch­schul­ge­setz auf Aus­nah­me­fäl­le beschränk­te Habi­li­ta­ti­on auf­grund einer her­vor­ra­gen­den Dis­ser­ta­ti­on begeg­net beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kei­nen ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken. Die ver­fas­sungs­recht­li­chen Maß­stä­be für die Kon­trol­le von Prü­fungs­ent­schei­dun­gen und Prü­fungs­ver­fah­ren erge­ben sich sowohl aus der Berufs­frei­heit als auch aus dem Grund­satz der Chan­cen­gleich­heit nach Art. 3 Abs. 1 GG .

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Die Abwahl einer Uni(vize)präsidentin

Aus den Vor­ga­ben, die das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aus dem Grund­recht der Wis­sen­schafts­frei­heit (Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG) für die Legi­ti­ma­ti­on der Lei­tungs­or­ga­ne von Hoch­schu­len ent­wi­ckelt hat, ergibt sich, dass die Abbe­ru­fung ein­zel­ner Mit­glie­der des Prä­si­di­ums einer nie­der­säch­si­schen Hoch­schu­le dem aus­schlag­ge­ben­den Ein­fluss des Senats als dem mehr­heit­lich mit Hoch­schul­leh­rern besetz­ten Hoch­schul­gre­mi­um unter­lie­gen muss.

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Medi­zi­ni­sche Hoch­schu­le Han­no­ver – Hoch­schul­or­ga­ni­sa­ti­on vs. Wis­sen­schafts­frei­heit

Die mit Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG garan­tier­te Mit­wir­kung von Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern im wis­sen­schafts­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Gesamt­ge­fü­ge einer Hoch­schu­le erstreckt sich auf alle wis­sen­schafts­re­le­van­ten Ent­schei­dun­gen. Dies sind auch Ent­schei­dun­gen über die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur, den Haus­halt und, weil in der Hoch­schul­me­di­zin mit der Wis­sen­schaft untrenn­bar ver­zahnt, über die Kran­ken­ver­sor­gung. Je mehr, je grund­le­gen­der und

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Das orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­tes Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum – und die Wis­sen­schafts­frei­heit

Der für die Orga­ni­sa­ti­on der Hoch­schul­me­di­zin bun­des­ver­fas­sungs­recht­lich gefor­der­te Aus­gleich zwi­schen der Wis­sen­schafts­frei­heit der medi­zi­ni­schen Hoch­schul­leh­rer und der best­mög­li­chen Kran­ken­ver­sor­gung gebie­tet, dass ein orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­tes Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum nicht zu über­prü­fen und nicht dafür ein­zu­ste­hen hat, dass das in tat­säch­li­chem Sin­ne erteil­te Ein­ver­neh­men des medi­zi­ni­schen Fach­be­reichs einer Uni­ver­si­tät zu einer den Bereich von

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Kei­ne nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Bet­ten­sta­ti­on an der Uni­kli­nik Düs­sel­dorf

Das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Düs­sel­dorf ist nicht zur Wie­der­errich­tung einer nukle­ar­me­di­zi­ni­schen Bet­ten­sta­ti­on ver­pflich­tet. Mit die­sem Urteil wies jetzt das Bun­des­ver­wal­tugns­ge­richt letzt­in­stanz­lich die Kla­ge eines Düs­sel­dor­fer Medi­zin­pro­fes­sors ab. Hat der Vor­stand eines orga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums im tat­säch­lich erteil­ten Ein­ver­neh­men mit dem medi­zi­ni­schen Fach­be­reich der Uni­ver­si­tät die Schlie­ßung einer Bet­ten­sta­ti­on beschlos­sen, kann der davon

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Der Fall Uwe Bar­schel – Akten­nut­zungs­an­spruch bei Archiv­gut des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes

Das Bun­des­ar­chiv­ge­setz ermög­licht jeder­mann eine Benut­zung von Unter­la­gen auch dann, wenn die akten­füh­ren­de Stel­le die­se Unter­la­gen noch nicht dem Bun­des­ar­chiv als Archiv­gut ange­dient hat, sofern die Unter­la­gen älter als 30 Jah­re sind. Eine Ver­kür­zung die­ser Frist ist nicht vor­ge­se­hen. Das Grund­recht der Pres­se­frei­heit ver­pflich­tet die Behör­den zwar grund­sätz­lich, Pres­se­ver­tre­tern auf

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BTU Cott­bus-Senf­ten­berg – Hoch­schul­fu­si­on und die Grund­rech­te der Fakul­tä­ten

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung gegen das Inkraft­tre­ten des Bran­den­bur­gi­schen Geset­zes zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz abg­lehnt. Die gesetz­li­che Neu­re­ge­lung der Hoch­schul­land­schaft in der Lau­sitz Am 11.02.2013 beschloss der Bran­den­bur­gi­sche Land­tag das Gesetz zur Neu­struk­tu­rie­rung der Hoch­schul­re­gi­on Lau­sitz , das unter ande­rem in Art. 1 das Gesetz zur

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Rechts­schutz im Habi­li­ta­ti­ons­ver­fah­ren

Prü­fungs­ver­fah­ren, die für die Auf­nah­me eines bestimm­ten Berufs den Nach­weis bestimm­ter erwor­be­ner Fähig­kei­ten ver­lan­gen, grei­fen in die Frei­heit der Berufs­wahl ein und müs­sen des­halb grund­sätz­lich den Anfor­de­run­gen, die aus dem Grund­recht der Berufs­frei­heit fol­gen, genü­gen . Bei einer ange­streb­ten Habi­li­ta­ti­on, durch die gemäß § 71 HmbHG „die beson­de­re Befä­hi­gung zu

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Dekan und Fakul­täts­rat im Ham­bur­gi­schen Hoch­schul­ge­setz

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat auf die Ver­fas­sungs­be­schwer­de eines Ham­bur­ger Uni­ver­si­täts­pro­fes­sors die §§ 90 und 91 des Ham­bur­gi­schen Hoch­schul­ge­set­zes wegen eines Ver­stoßs gegen die grund­ge­setz­lich garan­tier­te Wis­sen­schafts­frei­heit für teil­wei­se ver­fas­sungs­wid­rig erklärt: Die Siche­rung der Wis­sen­schafts­frei­heit durch orga­ni­sa­to­ri­sche Rege­lun­gen ver­langt, dass die Trä­ger der Wis­sen­schafts­frei­heit durch ihre Ver­tre­ter in Hoch­schul­or­ga­nen Gefähr­dun­gen der Wis­sen­schafts­frei­heit

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