Aus­set­zung wegen Vor­greif­lich­keit – im Urkundenprozess

Mit der Aus­set­zung eines Urkun­den­pro­zes­ses wegen Vor­greif­lich­keit hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Anlass hier­für bot dem Bun­des­ge­richts­hof ein Ver­fah­ren aus Frank­furt am Main: Die Par­tei­en sind Mit­ge­sell­schaf­ter einer GmbH. Die Klä­ge­rin nimmt die Beklag­te mit am 13.05.2019 erho­be­ner Kla­ge im Urkun­den­pro­zess auf Zah­lung einer Ver­trags­stra­fe von 8.000.000 € aus

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Sanduhr

Kla­ge­zu­stel­lung in einem ande­ren EU-Land – und die Verjährungsfrist

Die Zustel­lung der Kla­ge in einem ande­ren EU-Mit­­­glie­d­­staat erfolgt „dem­nächst“, wenn der Insol­venz­ver­wal­ter sie mit einer durch das Gericht ein­zu­ho­len­den Über­set­zung bean­tragt und den vom Gericht ange­for­der­ten Aus­la­gen­vor­schuss unver­züg­lich ein­zahlt. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall macht ein Insol­venz­ver­wal­ter gegen die Beklag­te, die ihren Sitz in Frank­reich hat, einen

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LG Bremen

Der Ein­wand der ver­letz­ten Scha­dens­min­de­rungs­pflicht – und die Dar­le­gungs- und Beweislast

Für die Tat­sa­chen, die die rechts­ver­nich­ten­de Ein­wen­dung der Ver­let­zung der Scha­dens­min­de­rungs­pflicht begrün­den, ist der Schä­di­ger dar­­­le­­gungs- und beweis­pflich­tig . Dabei darf ihm indes nichts Unmög­li­ches abver­langt wer­den. Des­halb hat der Geschä­dig­te, soweit es um Umstän­de aus sei­ner Sphä­re geht, in die der Schä­di­ger kei­nen Ein­blick hat, an der Sach­auf­klä­rung mit­zu­wir­ken und

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Unterschrift

Die Unter­schrift auf der Berufungsschrift

Mit den Anfor­de­run­gen an die Unter­schrift auf einer Beru­fungs­schrift bei nicht fest­ste­hen­der Urhe­ber­schaft des Rechts­an­walts hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Das Frank­fur­ter Aus­gangs­ver­fah­ren Anlass hier­für bot dem Bun­des­ge­richts­hof ein Ver­fah­ren aus Frank­furt am Main, in dem der Klä­ger die Beklag­ten im Zusam­men­hang mit der Betei­li­gung an einer Fondsgesellschaft

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Kla­ge auf Fest­stel­lung der Ver­pflich­tung zum Ersatz künf­ti­ger Schäden

Bei einer Kla­ge auf Fest­stel­lung der Ver­pflich­tung zum Ersatz künf­ti­ger Schä­den ist das nach § 256 Abs. 1 ZPO erfor­der­li­che Fest­stel­lungs­in­ter­es­se dann gege­ben, wenn Scha­dens­fol­gen in der Zukunft wahr­schein­lich sind, auch wenn ihre Art, ihr Umfang und sogar ihr Ein­tritt noch unge­wiss sind . Dem Fest­stel­lungs­be­geh­ren steht nicht der grund­sätz­li­che Vor­rang der Leistungsklage

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Agentur für Arbeit

Bewer­bungs­ver­fah­rens­an­spruch im öffent­li­chen Dienst – und kein „Dul­de und liquidiere“

Nach Art. 33 Abs. 2 GG hat jeder Deut­sche nach sei­ner Eig­nung, Befä­hi­gung und fach­li­chen Leis­tung glei­chen Zugang zu jedem öffent­li­chen Amt. Öffent­li­che Ämter im Sin­ne die­ser Vor­schrift sind nicht nur Beam­ten­stel­len, son­dern auch sol­che Stel­len, die ein Arbeit­ge­ber des öffent­li­chen Diens­tes – wie die Arbeit­ge­be­rin – mit Arbeit­neh­mern zu besetzen

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Unterschrift

Die nicht unter­schrie­be­ne Berufungsbegründung

Ein Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten steht einer Wie­der­ein­set­zung aus­nahms­wei­se dann nicht ent­ge­gen, wenn im Rah­men der Büro­or­ga­ni­sa­ti­on durch eine all­ge­mei­ne Arbeits­an­wei­sung (hier: Kon­trol­le der Unter­zeich­nung aus­ge­hen­der Schrift­sät­ze vor deren Absen­dung) Vor­sor­ge dafür getrof­fen wur­de, dass bei nor­ma­lem Ver­lauf der Din­ge die Frist – trotz des Ver­se­hens des Rechts­an­walts – mit Sicherheit

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AG/LG Düsseldorf

Pro­dukt­haf­tungs­pro­zess – und die die Anfor­de­run­gen an den kla­ge­be­grün­den­den Sachvortrag

Stel­len sich in einem Scha­dens­er­satz­pro­zess wegen Pro­dukt­haf­tung medi­zi­ni­sche Fra­gen, dür­fen weder an den kla­ge­be­grün­den­den Sach­vor­trag einer Par­tei noch an ihre Ein­wen­dun­gen gegen ein Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten hohe Anfor­de­run­gen gestellt wer­den. Art. 103 Abs. 1 GG ver­mit­telt allen an einem gericht­li­chen Ver­fah­ren Betei­lig­ten einen Anspruch dar­auf, sich zu dem in Rede ste­hen­den Sach­ver­halt und

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OLG Hamm

Orts­ter­mi­nen mit dem gericht­li­chen Sach­ver­stän­di­gen – und die Kos­ten der Par­tei­en für die Vor- und Nachbereitung

Kos­ten, die einer Par­tei durch die Beauf­tra­gung von Hand­wer­kern zwecks Vorund Nach­be­rei­tung von Orts­ter­mi­nen mit dem gericht­li­chen Sach­ver­stän­di­gen ent­stan­den sind, sind außer­ge­richt­li­che Kos­ten der Par­tei. Sie sind daher, sofern nichts ande­res ver­ein­bart wird, bei einer durch Pro­zess­ver­gleich ver­ein­bar­ten Kos­ten­auf­he­bung im Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren nicht zu erstat­ten. Haben die Pro­zess­par­tei­en die Kos­ten des

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Schreibmaschine

Die offen­sicht­lich nicht von einem Rechts­an­walt ver­fass­te Berufungsbegründungsschrift

Mit der von dem Gesetz gefor­der­ten eigen­ver­ant­wort­li­chen Prü­fung des Inhalts der Beru­fungs­be­grün­dungs­schrift durch den unter­zeich­nen­den Rechts­an­walt hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Dem zugrun­de lag ein Fall, in dem das Bran­den­bur­gi­sche Ober­lan­des­ge­richt die Beru­fung der Beklag­ten als unzu­läs­sig ver­wor­fen hat, weil sie ent­ge­gen § 520 Abs. 3 i.V.m. § 78 Abs.

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PKH für den Insol­venz­ver­wal­ter – und die Fra­ge eines Pro­zess­kos­ten­vor­schus­ses durch die Insolvenzgläubiger

Die Rege­lung des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO soll sicher­stel­len, dass Pro­zess­kos­ten­hil­fe nur gewährt wird, wenn die Kos­ten nicht von den Ver­mö­gens­trä­gern auf­ge­bracht wer­den kön­nen, denen ein Erfolg des beab­sich­tig­ten Rechts­streits zugu­te­kommt. Bei einem vom Insol­venz­ver­wal­ter zuguns­ten der Insol­venz­mas­se geführ­ten Rechts­streit sind dies bei unzu­läng­li­cher Mas­se vor allem die Insolvenzgläubiger,

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Oberlandesgericht München

Die für das Beru­fungs­ver­fah­ren abge­lehn­te PKH – und die Berufungs(begründungs)frist

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist einer Pro­zess­par­tei, die vor Ablauf einer Rechts­­mi­t­­tel- oder Rechts­mit­tel­be­grün­dungs­frist ledig­lich Pro­zess­kos­ten­hil­fe bean­tragt hat, Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand wegen schuld­lo­ser Frist­ver­säu­mung zu bewil­li­gen, wenn sie ver­nünf­ti­ger­wei­se nicht mit einer Ver­wei­ge­rung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe man­gels Bedürf­tig­keit rech­nen muss­te . Das ist der Fall, wenn sich die Partei

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LG Bremen

Recht­li­ches Gehör – und die Urteilsgründe

Das Gebot des recht­li­chen Gehörs ver­pflich­tet das Gericht, die Aus­füh­run­gen der Pro­zess­be­tei­lig­ten zur Kennt­nis zu neh­men und in Erwä­gung zu zie­hen. Art. 103 Abs. 1 GG ist aller­dings erst ver­letzt, wenn sich im Ein­zel­fall klar ergibt, dass das Gericht die­ser Pflicht nicht nach­ge­kom­men ist. Grund­sätz­lich ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Gerich­te das

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Wegweiser Justizbehörden Frankfurt am Main

Die Glaub­wür­dig­keit des Zeu­gen – und ihre Beur­tei­lung durch das Berufungsgericht

Das Beru­fungs­ge­richt ist zur erneu­ten Ver­neh­mung eines Zeu­gen ver­pflich­tet, wenn es des­sen Glaub­wür­dig­keit anders beur­tei­len oder des­sen Aus­sa­ge anders ver­ste­hen will als die Vor­in­stanz. Unter­lässt es dies, ver­letzt es das recht­li­che Gehör der benach­tei­lig­ten Par­tei . Nach § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO ist das Beru­fungs­ge­richt grund­sätz­lich an 7 die Tat­sa­chen­fest­stel­lun­gen des ersten

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Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de – und der zwi­schen­zeit­lich ent­fal­le­ne Zulassungsgrund

War im Zeit­punkt der Ein­le­gung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein Zulas­sungs­grund gege­ben und ist die­ser zwi­schen­zeit­lich durch eine Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs in ande­rer Sache ent­fal­len, ist die Revi­si­on zuzu­las­sen, wenn dem Rechts­mit­tel Erfolgs­aus­sich­ten bei­zu­mes­sen sind. Hier­an fehl­te es jedoch im hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall: Die Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de mach­te ohne Erfolg gel­tend, die Sache

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Unterschrift

Die Beru­fung der erst­in­stanz­lich unter­le­ge­nen Streitgenossen

Sind meh­re­re Streit­ge­nos­sen erst­in­stanz­lich unter­le­gen und legt ihr Anwalt Beru­fung ein, ohne inner­halb der Beru­fungs­frist anzu­ge­ben, wer Rechts­mit­tel­klä­ger ist, kann die erfor­der­li­che Klar­heit über die Per­son des Rechts­mit­tel­füh­rers nicht allein aus dem bei­gefüg­ten erst­in­stanz­li­chen Urteil gewon­nen wer­den. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs gehört zum not­wen­di­gen Inhalt der Beru­fungs­schrift gemäß §

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LG Bremen

Die abge­wie­se­ne Kla­ge aus eige­nem Recht – und die spä­te­re aus abge­tre­te­nem Recht

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs steht einer auf eige­nes Recht gestütz­ten Kla­ge die Rechts­kraft eines Urteils zwi­schen den­sel­ben Par­tei­en nicht ent­ge­gen, in dem die allein auf abge­tre­te­nes Recht gestütz­te Kla­ge abge­wie­sen wor­den ist. Macht der Klä­ger zunächst erfolg­los einen Anspruch aus abge­tre­te­nem Recht gel­tend und erhebt er anschlie­ßend noch­mals Kla­ge gestützt

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Die rechts­kräf­ti­ge Ent­schei­dung – und nach­träg­lich ein­ge­tre­te­ne Tatsachen

Ist über einen Streit­ge­gen­stand rechts­kräf­tig ent­schie­den wor­den, ermög­licht eine nach­träg­lich ein­ge­tre­te­ne Tat­sa­che eine neue abwei­chen­de Ent­schei­dung nur dann, wenn sie den­je­ni­gen Sach­ver­halt ver­än­dert hat, der in dem frü­he­ren Urteil als für die aus­ge­spro­che­ne Rechts­fol­ge maß­ge­bend ange­se­hen wor­den ist . Ein ande­res Ver­ständ­nis lie­ße die Wir­kun­gen der Rechts­kraft außer Acht. Die Prü­fung, ob der

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Schreibmaschine

Anschluss­be­ru­fung – und ihre Begründung

Soweit der Anschluss­be­ru­fungs­klä­ger eine von dem Erst­ur­teil aus­ge­hen­de Beschwer bekämpft, sind nach § 524 Abs. 3 in Ver­bin­dung mit § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 bis 4 ZPO an die Begrün­dung der Anschluss­be­ru­fung die glei­chen Anfor­de­run­gen zu stel­len wie an die Begrün­dung der Beru­fung . Danach muss die Anschluss­be­ru­fungs­be­grün­dung die bestimm­te Bezeich­nung der im

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Unterschrift

Die „p.a.“ („pro absen­te“) unter­zeich­ne­te Berufungserwiderung

Für einen Rechts­an­walt ver­steht es sich im Zwei­fel von selbst, mit sei­ner Unter­schrift auch eine ent­spre­chen­de Ver­ant­wor­tung für einen bestim­men­den Schrift­satz zu über­neh­men. Damit genüg­te in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall der Anschluss­be­ru­fungs­schrift­satz („Beru­fungs­er­wi­de­rung und Anschluss­be­ru­fung“) den Anfor­de­run­gen nach § 130 Nr. 6, § 520 Abs. 5 ZPO: Der Bundesgerichtshof

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Das Amts­ge­richt – und das unter­blie­be­ne Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den EuGH

Ein Amts­ge­richt ver­letzt das Recht der Pro­zess­par­tei­en auf den gesetz­li­chen Rich­ter, wenn es auf­grund einer teil­wei­sen Kla­ge­ab­wei­sung, der dadurch für die Pro­zess­par­tei nicht erreich­ten Beru­fungs­be­schwer (§ 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) und der nicht zuge­las­se­nen Beru­fung letzt­in­stanz­lich tätig gewor­den ist und ent­ge­gen Art. 267 Abs. 3 AEUV von einem Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den

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OLG Rostock (Ständehaus)

Die Beru­fung des Streithelfers

Der Streit­hel­fer kann für die Haupt­par­tei unge­ach­tet der Vor­aus­set­zun­gen des § 66 Abs. 1 ZPO wirk­sam Beru­fung ein­le­gen, solan­ge die Neben­in­ter­ven­ti­on nicht rechts­kräf­tig für unzu­läs­sig erklärt wor­den ist. Die von einem Streit­hel­fer bis zur (rechts­kräf­ti­gen) Zurück­wei­sung sei­nes Bei­tritts (§ 71 Abs. 1 ZPO) wirk­sam vor­ge­nom­me­nen Pro­zess­hand­lun­gen (hier: Ein­le­gung und Begrün­dung einer Beru­fung) behalten

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Landgericht Bremen

Die nicht­öf­fent­li­che Ver­hand­lung – und die Geheim­hal­tungs­pflicht der Anwesenden

Eine Geheim­hal­tungs­ver­pflich­tung nach § 174 Abs. 3 Satz 1 GVG kann in den Fäl­len des § 172 Nr. 2 und 3 GVG nach dem Ermes­sen des Gerichts auch gegen­über ein­zel­nen in der nicht­öf­fent­li­chen Ver­hand­lung anwe­sen­den Per­so­nen aus­ge­spro­chen wer­den. Die Geheim­hal­tungs­ver­pflich­tung ist daher nicht allein des­halb rechts­feh­ler­haft, weil sie auf die Klä­ge­rin und ihren anwesenden

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Betriebs­ge­heim­nis­se im Zivilprozess

Im Rah­men des durch § 174 Abs. 3 GVG eröff­ne­ten Ermes­sens obliegt es grund­sätz­lich dem Tatrich­ter, unter Berück­sich­ti­gung der Gesamt­um­stän­de über den erfor­der­li­chen Umfang der Geheim­hal­tungs­ver­pflich­tung zu ent­schei­den. Das Rechts­be­schwer­de­ge­richt kann ledig­lich über­prü­fen, ob die­ser sein Ermes­sen ver­kannt, die Gren­zen sei­nes Ermes­sens über­schrit­ten oder von sei­nem Ermes­sen in einer dem Zweck

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LG Bremen

Nach­träg­li­che Zulas­sung der Rechts­be­schwer­de auf­grund einer Anhörungsrüge

Mit einer nach­träg­li­chen Zulas­sung der Rechts­be­schwer­de auf­grund einer Anhö­rungs­rü­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Die Rechts­be­schwer­de ist auf­grund ihrer nach­träg­li­chen Zulas­sung durch das Beschwer­de­ge­richt gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO statt­haft. Grund­sätz­lich muss die Rechts­be­schwer­de aller­dings bereits in dem Beschluss, in dem über die sofor­ti­ge Beschwer­de entschieden

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BGH Karlsruhe

Ein­gren­zung der Rechts­mit­tel­zu­las­sung – in den Entscheidungsgründen

Die Zulas­sung der Revi­si­on kann auf einen selb­stän­di­gen Teil des Gesamt­streit­stoffs beschränkt wer­den. Die Ein­gren­zung der Rechts­mit­tel­zu­las­sung kann sich bei – wie hier – unein­ge­schränk­ter Zulas­sung im Tenor auch aus den Ent­schei­dungs­grün­den des Beru­fungs­ur­teils erge­ben . Dies kann der Fall sein, wenn die Zulas­sung nur wegen einer bestimm­ten Rechts­fra­ge ausgesprochen

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