Erzie­hungs­maß­re­geln – und die Anfech­tung des Urteils

Wer­den im ange­foch­te­nen Urteil – wie hier – ledig­lich Erzie­hungs­maß­re­geln oder Zucht­mit­tel ange­ord­net, stellt es gemäß § 55 Abs. 1 JGG ein unzu­läs­si­ges Ziel der Anfech­tung dar, wenn nur die Aus­wahl der Maß­nah­men ange­foch­ten wird, die Anord­nung ande­rer oder wei­te­rer Erzie­hungs­maß­nah­men oder Zucht­mit­tel erreicht wer­den soll oder das Rechts­mit­tel sich gegen

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Landgericht Bremen

Ange­ord­ne­te Erzie­hungs­maß­re­geln und Zucht­mit­tel – und die unbe­schränkt ein­ge­leg­te Revision

Das Revi­si­ons­ge­richt hat auf eine unbe­schränkt ein­ge­leg­te und auch sonst zuläs­si­ge Revi­si­on die vor­in­stanz­lich ange­ord­ne­ten Erzie­hungs­maß­re­geln und Zucht­mit­tel ohne die Beschrän­kung in § 55 Abs. 1 Satz 1 JGG auch dann auf Rechts­feh­ler zu über­prü­fen, wenn es den Schuld­spruch unan­ge­tas­tet lässt. Das Revi­si­ons­ge­richt ist nicht dar­an gehin­dert, die „hilfs­wei­se“ vom Beschwer­de­füh­rer gegen den

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Auf­la­ge der Scha­dens­wie­der­gut­ma­chung – bei einem jugend­li­chen Angeklagten

Die Auf­la­ge, zur Scha­dens­wie­der­gut­ma­chung einen Geld­be­trag an den Geschä­dig­ten zu zah­len, ist kei­ne Erzie­hungs­maß­re­gel (§§ 9 ff. JGG), son­dern ein Zucht­mit­tel im Sin­ne von § 13 Abs. 2 Nr. 2, § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 JGG. Die Ver­hän­gung von Zucht­mit­teln ist indes nur zuläs­sig, wenn Erzie­hungs­maß­re­geln nicht aus­rei­chen (§ 5 Abs. 2 JGG; vgl.

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