Die an den WEG-Ver­wal­ter gezahl­te Miet­kau­ti­on – und der Zwangs­ver­wal­ter

Hat der Mie­ter einer Eigen­tums­woh­nung die Miet­kau­ti­on nicht an den Ver­mie­ter, son­dern an den Ver­wal­ter des Woh­nungs­ei­gen­tums ent­rich­tet, ist der Zwangs­ver­wal­ter der Woh­nung, dem nach § 152 Abs. 1 ZVG die Auf­ga­be obliegt, das Objekt in sei­nem wirt­schaft­li­chen Bestand zu erhal­ten und ord­nungs­ge­mäß zu ver­wal­ten, berech­tigt, die Über­las­sung der Miet­kau­ti­on direkt

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Die Räu­mungs­kla­ge des Zwangs­ver­wal­ters – und die zwi­schen­zeit­li­che Insol­venz­eröff­nung

Der Zwangs­ver­wal­ter eines ver­mie­te­ten Grund­stücks kann eine Räu­mungs­kla­ge auch nach der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das Ver­mö­gen des Ver­mie­ters nicht auf die insol­venz­recht­li­che Anfecht­bar­keit des Miet­ver­tra­ges stüt­zen. Grund­la­ge des Räu­mungs­an­spruchs der Zwangs­ver­wal­te­rin ist § 152 ZVG in Ver­bin­dung mit § 985 BGB. Nach § 152 Abs. 1 ZVG hat der Ver­wal­ter

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Abtre­tung von Miet­an­sprü­chen durch den Zwangs­ver­wal­ter

Die nach § 152 Abs. 1 ZVG bestehen­de Auf­ga­be des Zwangs­ver­wal­ters, für eine ord­nungs­ge­mä­ße Nut­zung und Ver­wal­tung des Grund­stücks zu sor­gen, schließt die Befug­nis ein, über die zur Ver­wal­tungs­mas­se gehö­ren­den Rechts­an­sprü­che zu ver­fü­gen, ins­be­son­de­re auch sie abzu­tre­ten . Denn das Ver­wal­tungs­recht des Zwangs­ver­wal­ters reicht wei­ter als etwa nur die Über­wei­sung einer

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Die gericht­li­che Aus­wahl des Zwangs­ver­wal­ters – und ihre Über­prü­fung im Beschwer­de­ver­fah­ren

Die Aus­wahl des Zwangs­ver­wal­ters kann im Beschwer­de­ver­fah­ren grund­sätz­lich nur auf Ermes­sens­feh­ler über­prüft wer­den. Dass die Über­prü­fung der Aus­wahl des Zwangs­ver­wal­ters durch das Voll­stre­ckung nur in die­sem Umfang durch das Beschwer­de­ge­richt zu über­prü­fen ist, ist nicht umstrit­ten und nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs auch zutref­fend. Die­se Rechts­fol­ge lässt sich aber nicht aus

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Kraft­fahr­zeug­steu­er für ein in der Zwangs­ver­wal­tung beschlag­nahm­tes Kraft­fahr­zeug

Die nach Insol­venz­eröff­nung ent­stan­de­ne Kraft­fahr­zeug­steu­er für ein Fahr­zeug, das als Zube­hör bereits vor Insol­venz­eröff­nung durch Anord­nung der Zwangs­ver­wal­tung über ein Grund­stück beschlag­nahmt wor­den war, ist kei­ne Mas­se­ver­bind­lich­keit i.S. von § 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO und daher nicht gegen­über dem Insol­venz­ver­wal­ter, son­dern gegen­über dem Zwangs­ver­wal­ter fest­zu­set­zen. Inso­weit ist nicht der Insol­venz­ver­wal­ter,

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Der nicht mehr berück­sich­tig­te Zwangs­ver­wal­ter

Wird jemand, der jah­re­lang regel­mä­ßig als Zwangs­ver­wal­ter tätig war, in neu­en Ver­fah­ren nicht mehr bestellt, so kann er die­se Nicht­be­rück­sich­ti­gung (das kal­te Delis­ting) im Ver­fah­ren nach § 23 EGGVG gericht­lich nach­prü­fen las­sen. Über­prü­fung im Ver­fah­ren nach § 23 EGGVG Nach § 23 Abs. 1 Satz 1 EGGVG ent­schei­den über die Recht­mä­ßig­keit von

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Zwangs­ver­wal­ter sperrt Tache­les e.V. aus

Ver­schafft sich ein Sicher­heits­dienst im Auf­trag eines Zwangs­ver­wal­ters Zugang zu Räu­men, ver­schließt die­se und bewacht den Ein­gangs­be­reich, so dass die Räu­me nicht mehr vom bis­he­ri­gen Nut­zer betre­ten wer­den kön­nen, so han­delt es sich um ver­bo­te­ne Eigen­macht und die Räu­me müs­sen wie­der her­aus­ge­ge­ben wer­den. So die Ent­schei­dung des Land­ge­richts Ber­lin in

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Haus­geld­zah­lun­gen durch den Zwangs­ver­wal­ter

Zah­lun­gen, die der Zwangs­ver­wal­ter in Erfül­lung der ihm durch § 152 Abs. 1 ZVG zuge­wie­se­nen Auf­ga­ben an den Gläu­bi­ger leis­tet, muss der Schuld­ner mit der Wir­kung des § 212 Abs. 1 Nr. 1 BGB gegen sich gel­ten las­sen. Die Beglei­chung rück­stän­di­ger Haus­gel­der oder rück­stän­di­ger Son­der­um­la­gen gehört nicht zum Pflich­ten­kreis des Zwangs­ver­wal­ters. Sol­che Zah­lun­gen

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Schorn­stein­fe­ger­ge­büh­ren beim zwangs­ver­wal­te­ten Grund­stück

§ 25 Abs. 4 Satz 4 SchfG ist eine taug­li­che Rechts­grund­la­ge für den Erlass eines Leis­tungs­be­schei­des über Schorn­stein­fe­ger­ge­büh­ren an den Zwangs­ver­wal­ter eines Grund­stücks. Tur­nus­mä­ßig durch­zu­füh­ren­de Schorn­stein­fe­ger­ar­bei­ten nach § 13 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 SchfG und zu erfül­len­de Kehr- oder Über­prü­fungs­pflich­ten nach der Nds. KÜVO sind wie­der­keh­ren­de Leis­tun­gen im Sin­ne der §§ 155 Abs.

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Die Miet­kau­ti­on und der Zwangs­ver­wal­ter

Der Zwangs­ver­wal­ter einer Miet­woh­nung ist dem Mie­ter gegen­über zur Her­aus­ga­be einer Miet­kau­ti­on, die der Ver­mie­ter vom Mie­ter erhal­ten, aber nicht an den Zwangs­ver­wal­ter aus­ge­folgt hat, nicht ver­pflich­tet, wenn das Miet­ver­hält­nis dadurch been­det wird, dass der Mie­ter das Eigen­tum an der Woh­nung durch Zuschlag in der Zwangs­ver­stei­ge­rung selbst erwirbt. Unzu­läs­sig­keit der

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Rechts­schutz für einen ver­hin­der­ten Zwangs­ver­wal­ter

Wie ist der Rechts­schutz eines Bewer­bers zu gewähr­leis­ten, dem zwar vom Direk­tor des Amts­ge­richts beschei­nigt wur­de, er gehö­re zu dem Per­so­nen­kreis, der in das Vor­auswahl­ver­fah­ren für die Bestel­lung als Zwangs­ver­wal­ter ein­be­zo­gen sei, der aber gleich­wohl seit sechs Jah­ren bei der Bestel­lung von Zwangs­ver­wal­tern über­gan­gen wur­de? Nach Ansicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ist

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Die Haf­tung des Insol­venz­ver­wal­ters für die Ver­gü­tung des Zwangs­ver­wal­ters

Kön­nen die Ver­gü­tung und Aus­la­gen eines Zwangs­ver­wal­ters aus der Insol­venz­mas­se nicht oder nicht voll erfüllt wer­den, so haf­tet der Insol­venz­ver­wal­ter hier­für dem Zwangs­ver­wal­ter nicht des­we­gen, weil er die Zwangs­ver­wal­tung bean­tragt hat­te. Den Insol­venz­ver­wal­ter trifft kei­ne insol­venz­spe­zi­fi­sche Haf­tung für Aus­fall­an­sprü­che des mit der Ver­wal­tung eines mas­se­zu­ge­hö­ri­gen Grund­stücks beauf­trag­ten Zwangs­ver­wal­ters. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil

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Kei­ne Ver­gü­tung für Zwangs­ver­wal­ter mit Dr.-Titel

Wer bei der Bestel­lung zum Zwangs­ver­wal­ter unbe­fugt einen Dok­­tor- oder Diplom­ti­tel führt, ist unzu­ver­läs­sig und kann nicht zum Zwangs­ver­wal­ter bestellt wer­den. Wer sei­ne Bestel­lung zum Zwangs­ver­wal­ter den­noch erreicht, ver­wirkt nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs sei­nen kom­plet­ten Anspruch auf Ver­gü­tung und Aus­la­gen nach § 152a ZVG i.V.m. §§ 18, 21

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Der Zwangs­ver­wal­ter und sein Anwalt

Hono­ra­re eines von dem Zwangs­ver­wal­ter beauf­trag­ten Rechts­an­walts müs­sen im Ver­gü­tungs­fest­set­zungs­ver­fah­ren wie Aus­la­gen im Sin­ne von § 21 Abs. 2 Satz 1 ZwV­wV abge­rech­net wer­den. Dane­ben kann der Ver­wal­ter die Aus­la­gen­pau­scha­le gemäß Satz 2 bean­spru­chen. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Juli 2009 – V ZB 122/​08

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Zwangs­ver­wal­tung ver­mie­te­ter Grund­stü­cke

Bei der Zwangs­ver­wal­tung von ver­mie­te­ten Grund­stü­cken steht dem Zwangs­ver­wal­ter für den­sel­ben Abrech­nungs­zeit­raum ent­we­der die Regel­ver­gü­tung nach § 18 ZwV­wV oder die Zeit­auf­wand­ver­gü­tung nach § 19 ZwV­wV zu; die Fest­set­zung sowohl der einen als auch der ande­ren Ver­gü­tung ist aus­ge­schlos­sen. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Juni 2009 – V ZB 2/​09

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Zwangs­ver­wal­tung nach dem Zuschlag

Nach Auf­he­bung der Zwangs­ver­wal­tung ist der Zwangs­ver­wal­ter nicht befugt, Ansprü­che gegen den Erste­her des Grund­stücks wegen der auf die Zeit nach dem Zuschlag ent­fal­len­den Las­ten ein­zu­kla­gen. Der Zwangs­ver­wal­ter ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs in die­sem Fall nicht mehr pro­zess­füh­rungs­be­fugt: Ein Zwangs­ver­wal­ter (fort­an auch: Ver­wal­ter) hat das Recht und

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Die Miet­kau­ti­on in der Zwangs­ver­wal­tung

Den Zwangs­ver­wal­ter einer Miet­woh­nung trifft nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs auch die Pflicht des Ver­mie­ters zur Anla­ge einer vom Mie­ter als Sicher­heit geleis­te­ten Geld­sum­me bei einem Kre­dit­in­sti­tut; dies gilt auch dann, wenn der Ver­mie­ter die Kau­ti­on nicht an den Zwangs­ver­wal­ter aus­ge­folgt hat . Der Miet­ver­trag ist auch gegen­über dem

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Scha­dens­er­satz vom Zwangs­ver­wal­ter

Der Zwangs­ver­wal­ter ist, wie der Bun­des­ge­richts­hof in einem aktu­el­len Urteil aus­drück­lich fest­stellt, allen Per­so­nen ver­ant­wort­lich, gegen­über denen ihm das Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ge­setz beson­de­re Pflich­ten auf­er­legt. Dem­ge­mäß kann auch die nicht for­mell am Zwangs­ver­wal­tungs­ver­fah­ren betei­lig­te Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft "Betei­lig­te" im Sin­ne der Scha­dens­er­satz­vor­schrift des § 154 Satz 1 ZVG sein. Nach § 154 Satz 1 ZVG ist

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Vor­kaufs­recht des Mie­ters in der Zwangs­ver­wal­tung

Beim Ver­kauf einer ver­mie­te­ten Eigen­tums­woh­nung steht dem Mie­ter gemäß § 577 Abs. 1 BGB ein Vor­kaufs­recht zu, falls die Auf­tei­lung in Wohn­ei­gen­tum erst nach Abschluss sei­nes Miet­ver­tra­ges erfolgt ist. Die­ses Vor­kaufs­recht gilt auch, wenn für das Woh­nungs­ei­gen­tum die Zwangs­ver­wal­tung ange­ord­net wur­de. Aller­dings: Tritt der Mie­ter in Aus­übung sei­nes Vor­kaufs­rechts in den

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Kei­ne Zwangs­ver­wal­tungs fürs Eigen­heim

Die Zwangs­ver­wal­tung eines mit einem Ein­fa­mi­li­en­haus bebau­ten Grund­stücks ist unzu­läs­sig, wenn sie nur dazu dient, dem im Haus woh­nen­den Schuld­ner den Bezug von Sozi­al­leis­tun­gen zu ermög­li­chen, damit er an den Zwangs­ver­wal­ter ein Ent­gelt für die Nut­zung der Räu­me ent­rich­ten kann, die ihm nicht nach § 149 Abs. 1 ZVG zu belas­sen

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