Abschie­bung – und die uner­laub­te Wie­der­ein­rei­se nach 11 Jah­ren

Dass trotz sei­ner bestands­kräf­ti­gen Aus­wei­sung und der Abschie­bung (hier: im Jahr 2003) der Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stand des § 95 Abs. 2 Nr. 1 Auf­en­thG wegen Über­schrei­tens der Fünf­jah­res­frist nicht ein­greift 1, steht einer Straf­bar­keit nach dem Grund­tat­be­stand des § 95 Abs. 1 Auf­en­thG nicht ent­ge­gen.

Abschie­bung – und die uner­laub­te Wie­der­ein­rei­se nach 11 Jah­ren

Denn der Grund­tat­be­stand des § 95 Abs. 1 Auf­en­thG knüpft nicht an die Zuwi­der­hand­lung gegen ein unbe­fris­tet erteil­tes Wie­der­ein­rei­se­ver­bot an 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Juli 2016 – 1 StR 279/​16

  1. vgl. hier­zu nur EuGH, Urteil vom 19.09.2013 – C297/​12, NJW 2014, 527, 528[]
  2. Mos­ba­cher, in Ignor/​Mosbacher [Hrsg.] Hand­buch Arbeits­straf­recht, 3. Aufl.2016, § 4 Rn. 266; vgl. aber auch AG Ber­sen­brück, Beschluss vom 05.06.2014 – 6 Cs 940 Js 50521/​13 [602/​13] sowie Hecker, ZIS 2014, 47, 51, wobei die­se eine Straf­bar­keit nach § 95 Abs. 1 Auf­en­thG nicht prü­fen[]