2 Anbau­vor­gän­ge in der Can­na­bis-Plan­ta­ge – und die Bei­hil­fe der Pflanz- und Ern­te­hel­fer

Die bei­den in der Plan­ta­ge durch­ge­führ­ten Anbau­vor­gän­ge stel­len für sich genom­men jeweils recht­lich selb­stän­di­ge Taten des (ban­den­mä­ßi­gen) Han­de­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge dar 1, wor­an auch der Umstand, dass die Anbau­vor­gän­ge sich zeit­lich über­schnit­ten haben, nichts ändert 2.

2 Anbau­vor­gän­ge in der Can­na­bis-Plan­ta­ge – und die Bei­hil­fe der Pflanz- und Ern­te­hel­fer

Im vor­lie­gen­den Fall hat­te aller­dings weder einer der als Mit­tä­ter abge­ur­teil­ten Mit­an­ge­klag­ten in sei­ner Per­son noch ein wei­te­rer Tat­be­tei­lig­ter zwei selb­stän­di­ge Taten des ban­den­mä­ßi­gen uner­laub­ten Han­del­trei­bens in nicht gerin­ger Men­ge began­gen, zu denen die Pflanz­hel­fer Bei­hil­fe geleis­tet ha- ben könn­ten. Die Straf­bar­keit wegen Bei­hil­fe ist akzes­so­risch und setzt eine rechts­wid­ri­ge; vom Haupt­tä­ter vor­sätz­lich began­ge­ne Tat vor­aus 3. Haben die als Haupt­tä­ter in Betracht kom­men­den Per­so­nen jeweils nur eine Tat began­gen, weil sich ihre Tat­bei­trä­ge jeweils auf bei­de Anbau­vor­gän­ge bezo­gen und ent­spre­chend aus­ge­wirkt haben, kön­nen damit auch die Pflanz­hel­fer nur Bei­hil­fe zu einer Tat des ban­den­mä­ßi­gen uner­laub­ten Han­del­trei­bens began­gen haben.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. März 2018 – 2 StR 176/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 20.12 2012 – 3 StR 407/​12[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 19.02.2015 – 3 StR 546/​14, BGHR BtMG § 29a Abs. 1 Nr. 2 Kon­kur­ren­zen 2[]
  3. vgl. Fischer, StGB, 65. Aufl., § 27, Rn. 3[]