Revi­si­ons­be­grün­dung einer Neben­klä­ge­rin

Nach der Ver­ur­tei­lung der Ange­klag­ten wegen eines neben­kla­ge­fä­hi­gen Delikts (§ 395 Abs. 2 Nr. 1 StPO) muss die Neben­klä­ge­rin inner­halb der Revi­si­ons­be­grün­dungs­frist klar­stel­len, ob sie das Urteil mit dem Ziel einer Ände­rung des Schuld­spruchs wegen einer Geset­zes­ver­let­zung anficht, die zum Anschluss als Neben­klä­ger berech­tigt, oder nur den Straf­aus­spruch bean­stan­det.

Revi­si­ons­be­grün­dung einer Neben­klä­ge­rin

Ver­säumt sie dies, ent­spricht die Revi­si­ons­be­grün­dung nicht den sich aus § 400 Abs. 1 StPO erge­ben­den Anfor­de­run­gen 1.

Die Revi­si­on ist in die­sem Fall auch dann unzu­läs­sig, wenn die Neben­klä­ge­rin hat zwar bean­tragt hat, das Urteil in vol­lem Umfang auf­zu­he­ben, und die Ver­let­zung mate­ri­el­len Rechts rügt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Novem­ber 2015 – 1 StR 349/​15

  1. BGH, Beschlüs­se vom 19.11.1992 – 4 StR 547/​92; vom 07.01.1993 – 4 StR 610/​92; vom 20.05.1999 – 4 StR 193/​99; vom 08.10.2002 – 4 StR 360/​02, Stra­FO 2003, 15 sowie vom 09.12 2008 – 3 StR 514/​08[]