Anhö­rungs­rü­ge – und der Vor­trag zur Rüge­frist

Die Anhö­rungs­rü­ge erweist sich bereits als unzu­läs­sig, wenn dem Vor­brin­gen zur Anhö­rungs­rü­ge nicht zu ent­neh­men ist, wann der Ver­ur­teil­te von der behaup­te­ten Ver­let­zung des recht­li­chen Gehörs Kennt­nis erlangt hat.

Anhö­rungs­rü­ge – und der Vor­trag zur Rüge­frist

In Fäl­len, in denen sich – wie hier – die Ein­hal­tung der Frist des § 356a Satz 2 StPO nicht schon aus dem aus den Akten ersicht­li­chen Ver­fah­rens­gang ergibt, gehört die Mit­tei­lung des nach § 356a Satz 2 StPO für den Frist­be­ginn maß­geb­li­chen Zeit­punkts der Kennt­nis­er­lan­gung von den tat­säch­li­chen Umstän­den, aus denen sich die Gehörs­ver­let­zung erge­ben soll, und des­sen Glaub­haft­ma­chung (§ 356a Satz 3 StPO) zu den Zuläs­sig­keits­vor­aus­set­zun­gen des Rechts­be­helfs 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Juli 2016 – 1 StR 579/​15

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 22.09.2015 – 4 StR 85/​15; und vom 29.09.2009 – 1 StR 628/​08, StV 2010, 297[]