Ankla­ge­schrift, Eröff­nungs­be­schluss – und ihre Umgren­zungs­funk­ti­on im Steu­er­straf­ver­fah­ren

Die Ankla­ge­schrift wahrt die Umgren­zungs­funk­ti­on des § 200 Abs. 1 Satz 1 StPO im Hin­blick auf die dem Ange­klag­ten vor­ge­wor­fe­nen (Bei­hil­fe­hand­lun­gen zu) Steu­er­hin­ter­zie­hun­gen [1], wenn die dem Ange­klag­ten zur Last geleg­ten Ankla­ge­vor­wür­fe wer­den von der vor­ge­nann­ten Ankla­ge­schrift hin­rei­chend kon­kret geschil­dert wer­den.

Ankla­ge­schrift, Eröff­nungs­be­schluss – und ihre Umgren­zungs­funk­ti­on im Steu­er­straf­ver­fah­ren

Aus dem Ankla­ge­satz müs­sen sich die nähe­ren Ein­zel­hei­ten der Tat­vor­wür­fe im Hin­blick auf den Tat­zeit­raum, die gene­rel­len Tat­mo­da­li­tä­ten, die Art und den Umfang der Tat­be­tei­li­gung des Ange­klag­ten sowie den Umfang der zu Unrecht gel­tend gemach­ten Vor­steu­ern erge­ben.

Wei­te­rer Ein­zel­hei­ten zur not­wen­di­gen Umgren­zung des Ver­fah­rens­ge­gen­stan­des bedarf es nicht [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 28. Juni 2017 – 1 StR 677/​16

  1. zu den inso­weit bestehen­den Anfor­de­run­gen im Steu­er­straf­ver­fah­ren vgl. BGH, BGH, Beschluss vom 08.08.2012 – 1 StR 296/​12, NStZ 2013, 409[]
  2. vgl. dazu BGH, BGH, Beschlüs­se vom 21.12 2016 – 1 StR 112/​16, NStZ 2017, 337; und vom 07.09.2016 – 1 StR 57/​16, NStZ-RR 2017, 14[]