Anord­nung der vor­be­hal­te­nen Siche­rungs­ver­wah­rung – und die Frist

Dass die Ent­schei­dung zur Anord­nung der Siche­rungs­ver­wah­rung im Nach­ver­fah­ren ent­ge­gen der Soll­vor­schrift des § 275a Abs. 5 StPO nicht spä­tes­tens sechs Mona­te vor der voll­stän­di­gen Voll­stre­ckung der Frei­heits­stra­fe getrof­fen wur­de, begrün­det kein Ver­fah­rens­hin­der­nis1.

Anord­nung der vor­be­hal­te­nen Siche­rungs­ver­wah­rung – und die Frist

Dem­ge­gen­über hat das Ver­säu­men der Frist des § 66a Abs. 3 Satz 1 StGB2, wonach die vor­be­hal­te­ne Siche­rungs­ver­wah­rung vor dem Stra­fen­de ange­ord­net wer­den muss, ein Ver­fah­rens­hin­der­nis zur Fol­ge3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Febru­ar 2021 – 4 StR 448/​20

  1. vgl. Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 63. Aufl., § 275a Rn. 5; Gre­ger in KK-StPO, 8. Aufl., § 275a Rn. 7; Ger­hold in Münch­Komm-StPO § 275a Rn. 53; Stu­cken­berg in LR-StPO, 12. Aufl., § 275a Rn. 18[]
  2. in der Fas­sung vom 22.12.2010, BGBl – I 2300[]
  3. vgl. BGH, Urtei­le vom 07.08.2012 – 1 StR 98/​12, NStZ 2013, 100; und vom 08.06.2016 – 2 StR 88/​16, NStZ-RR 2017, 7 mwN[]

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