Anord­nung der Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt – oder Zurück­stel­lung nach § 35 BtMG

Einer Anord­nung der Unter­brin­gung steht auch nicht ent­ge­gen, dass der Ange­klag­te von der Mög­lich­keit einer Zurück­stel­lung nach § 35 BtMG Gebrauch machen kann und das Land­ge­richt bereits in Aus­sicht gestellt hat, einem sol­chen Antrag statt­zu­ge­ben.

Anord­nung der Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt – oder Zurück­stel­lung nach § 35 BtMG

Viel­mehr geht die Unter­brin­gung nach § 64 StGB der Zurück­stel­lung der Straf­voll­stre­ckung vor [1]. Ein "Wahl­recht" des Ange­klag­ten besteht inso­weit nicht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Janu­ar 2017 – 1 StR 646/​16

  1. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschlüs­se vom 05.04.2016 – 3 StR 554/​15, NStZ-RR 2016, 209; und vom 11.07.2013 – 3 StR 193/​13 mwN[]