Anord­nung des Ver­falls – und die Über­prü­fung durch das Revi­si­ons­ge­richt

Die Anwen­dung des § 73c StGB ist zwar Sache des Tat­ge­richts. Aus­le­gung und Anwen­dung bzw. Nicht­an­wen­dung der Vor­schrift unter­lie­gen aber der Über­prü­fung auf Rechts­feh­ler hin durch das Revi­si­ons­ge­richt 1.

Anord­nung des Ver­falls – und die Über­prü­fung durch das Revi­si­ons­ge­richt

In Bezug auf die Ermes­sens­vor­schrift des § 73c Abs. 1 Satz 2 StGB prüft dem­entspre­chend das Revi­si­ons­ge­richt (ledig­lich), ob das Tat­ge­richt das ihm ein­ge­räum­te Ermes­sen rechts­feh­ler­frei aus­ge­übt hat. Dazu gehört, dass es von zutref­fen­den Maß­stä­ben für die Merk­ma­le der Ermes­sens­vor­schrift aus­ge­gan­gen ist und die­se ohne Ermes­sens­feh­ler auf den fest­ge­stell­ten Sach­ver­halt ange­wen­det hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. März 2017 – 1 StR 42/​17

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 03.02.2016 – 1 StR 606/​15, NStZ-RR 2017, 14; und vom 13.02.2014 – 1 StR 336/​13, BGHR StGB § 73c Här­te 16 Rn. 14, jeweils mwN[]