Anspruch auf effek­ti­ve Straf­ver­fol­gung – und der Tod wäh­rend des Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­rens

Eine Rechts­nach­fol­ge im Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren kommt grund­sätz­lich nicht in Betracht, weil die­se Ver­fah­rens­art regel­mä­ßig der Durch­set­zung höchst­per­sön­li­cher Rech­te dient.

Anspruch auf effek­ti­ve Straf­ver­fol­gung – und der Tod wäh­rend des Ver­fas­sungs­be­schwer­de­ver­fah­rens

Aus­nah­men sind ledig­lich im Hin­blick auf sol­che Rügen zuge­las­sen wor­den, die ein Rechts­nach­fol­ger im eige­nen Inter­es­se gel­tend machen kann1, wie dies etwa bei finan­zi­el­len Ansprü­chen der Erben der Fall ist2.

Ein sol­ches Inter­es­se schei­det aus, wenn die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Durch­set­zung des höchst­per­sön­li­chen Anspruchs des Ver­stor­be­nen auf effek­ti­ve Straf­ver­fol­gung die­nen soll.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 1. April 2019 – 2 BvR 1224/​17

  1. vgl. BVerfGE 69, 188, 201; 109, 279, 304; BVerfGK 9, 62, 70 []
  2. vgl. BVerfGE 23, 288, 300; 26, 327, 332; 69, 188, 201 []