Auf­klä­rungs­hil­fe – und die Fra­ge der Wesent­lich­keit

Bei der Wesent­lich­keit der Auf­klä­rungs­hil­fe han­delt es sich um einen Rechts­be­griff, der revi­si­ons­ge­richt­li­cher Prü­fung unter­liegt 1.

Auf­klä­rungs­hil­fe – und die Fra­ge der Wesent­lich­keit

Gemes­sen an dem anzu­le­gen­den recht­li­chen Maß­stab 2 ist die vom Ange­klag­ten geleis­te­te Auf­klä­rungs­hil­fe nicht wesent­lich, wenn für die Tat­be­tei­li­gung des belas­te­ten (Mit)Täters ins­be­son­de­re aus der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung und den Obser­va­ti­ons­maß­nah­men, bereits trag­fä­hi­ge Bewei­ser­kennt­nis­se vor­lie­gen, deren Über­zeu­gungs­kraft nicht von einer Bestä­ti­gung durch den Ange­klag­ten abhängt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Juni 2016 – 5 StR 215/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 15.03.2016 – 5 StR 26/​16; Schä­fer/​Sander/​van Gemme­ren, Pra­xis der Straf­zu­mes­sung, 5. Aufl., Rn. 1044
  2. vgl. hier­zu BGH, Beschlüs­se vom 22.08.1995 – 4 StR 422/​95, BGHR BtMG § 31 Nr. 1 Auf­de­ckung 27; vom 15.03.2016 – 5 StR 26/​16; jeweils mwN