Auf­klä­rungs­hil­fe – und der fest­ge­stell­te Auf­klä­rungs­er­folg

Lie­gen Anga­ben eines Ange­klag­ten vor, die mög­li­cher­wei­se Grund­la­ge der Annah­me eines Auf­klä­rungs­er­fol­ges im Sin­ne der § 31 Satz 1 Nr. 1 und 2 BtMG sein kön­nen, ist der Tatrich­ter gehal­ten, die­se in nach­voll­zieh­ba­rer Wei­se dar­zu­le­gen, um dem Revi­si­ons­ge­richt die Prü­fung zu ermög­li­chen, ob ein Auf­klä­rungs­er­folg zutref­fend ange­nom­men oder abge­lehnt wur­de [1].

Auf­klä­rungs­hil­fe – und der fest­ge­stell­te Auf­klä­rungs­er­folg

Dem wird das ange­foch­te­ne Urteil weder mit der Schil­de­rung des Umfangs der geleis­te­ten Auf­klä­rungs­hil­fe und des Auf­klä­rungs­er­folgs noch mit dem apo­dik­ti­schen Hin­weis auf einen feh­len­den Tat­zu­sam­men­hang gerecht, wenn dem Urteil auch in sei­nem Gesamt­zu­sam­men­hang nicht ent­nom­men wer­den kann, auf wel­che tat­säch­li­chen Umstän­de sich das Tat­ge­richt dabei stützt.

Die blo­ße Wer­tung, es bestehe kein Zusam­men­hang mit den Taten der Ange­klag­ten, genügt zur Ermög­li­chung der revi­si­ons­ge­richt­li­chen Über­prü­fung ersicht­lich nicht [2].

Dies gilt in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall zumal des­halb, als die Kam­mer im Rah­men der Beweis­wür­di­gung dar­auf hin­weist, dass die Ange­klag­te im Zusam­men­hang mit der Auf­de­ckung der Taten auch einen „Kon­takt ver­mit­telt“ habe.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Juni 2017 – 1 StR 213/​17

  1. BGH, Beschlüs­se vom 23.04.2013 – 1 StR 131/​13, NStZ 2013, 665; und vom 28.08.2002 – 1 StR 309/​02, NStZ 2003, 162 f. mwN[]
  2. vgl. BGH, aaO; BGH, Beschluss vom 01.03.2011 – 3 StR 496/​10; zum erfor­der­li­chen Tat­zu­sam­men­hang vgl. BGH, Urteil vom 20.03.2014 – 3 StR 429/​13 Rn. 8 ff., StV 2014, 619, mwN[]