Außer­voll­zug­set­zung des Haft­be­fehls – und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Das Rechts­schutz­be­dürf­nis für eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist nicht dadurch ent­fal­len, dass der Haft­be­fehl nach Erhe­bung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de außer Voll­zug gesetzt und der Beschwer­de­füh­rer aus der Haft ent­las­sen wor­den ist 1.

Außer­voll­zug­set­zung des Haft­be­fehls – und die Ver­fas­sungs­be­schwer­de

Trotz sei­ner Außer­voll­zug­set­zung ist der Fort­be­stand des Haft­be­fehls ins­be­son­de­re unter Berück­sich­ti­gung der erteil­ten frei­heits­be­schrän­ken­den Auf­la­gen nach wie vor mit einer schwer­wie­gen­den Beein­träch­ti­gung der per­sön­li­chen Frei­heit des Beschwer­de­füh­rers ver­bun­den 2.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 22. August 2018 – 2 BvR 688/​18

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 26.01.1995 – 2 BvR 2846/​93 14; Beschluss vom 13.10.2016 – 2 BvR 1275/​16 37[]
  2. vgl. BVerfG, Beschluss vom 18.12 2000 – 2 BvR 1706/​00 12; Beschluss vom 13.10.2016 – 2 BvR 1275/​16 37[]