Baby-Schüt­teln – durch Unter­las­sen

Der Tat­be­stand der Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner (§ 225 Abs. 1 StGB) kann in den Tatal­ter­na­ti­ven des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns auch durch Unter­las­sen ver­wirk­licht wer­den 1.

Baby-Schüt­teln – durch Unter­las­sen

In Fäl­len, in denen nicht fest­ge­stellt wer­den kann, wer von bei­den Eltern­tei­len die Miss­hand­lung zum Nach­teil des gemein­sa­men Kin­des vor­nahm, kommt in Anwen­dung des Zwei­fels­sat­zes eine Straf­bar­keit wegen Unter­las­sungs­tä­ter­schaft in Betracht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Febru­ar 2016 – 4 StR 266/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 17.01.1991 – 4 StR 560/​90, NStZ 1991, 234[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 03.07.2003 – 4 StR 190/​03, NStZ 2004, 94; Beschluss vom 21.11.2002 – 4 StR 444/​02, Fam­RZ 2003, 450[]