Ban­den­be­trug – und das Abwei­chen vom gemein­sa­men Tat­plan

Die Annah­me eines Ban­den­be­trugs setzt neben einer Ban­den­ab­re­de zwi­schen min­des­tens drei Per­so­nen vor­aus, dass der Täter den Betrug gera­de als Mit­glied der Ban­de begeht.

Ban­den­be­trug – und das Abwei­chen vom gemein­sa­men Tat­plan

Die ein­zel­ne Tat muss Aus­fluss der Ban­den­ab­re­de sein und darf nicht los­ge­löst davon aus­schließ­lich im eige­nen Inter­es­se der jeweils unmit­tel­bar Betei­lig­ten aus­ge­führt wer­den 1.

Dies ist nicht der Fall, wenn ein Ban­den­mit­glied in einem kon­kre­ten Fall die ande­ren Ban­den­mit­glie­der ledig­lich bei Gele­gen­heit der von ihm began­ge­nen Band­en­ta­ten eigen­nüt­zig hin­ter­gan­gen hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Novem­ber 2016 – 3 StR 291/​16

  1. vgl. dazu BGH, Beschlüs­se vom 17.01.2006 – 4 StR 595/​05, NStZ 2006, 342, 343; vom 01.02.2010 – 3 StR 432/​10, StV 2011, 410, 411; Urteil vom 22.03.2006 – 5 StR 38/​06, NStZ 2006, 574[]