Bank­rott

Ein Bank­rott gemäß § 283 Abs. 1 Nr. 7 b, Abs. 6 StGB erfor­dert die Gleich­zei­tig­keit von Kri­se und Nicht­er­stel­lung der Bilanz in der hier­für vor­ge­schrie­be­nen Zeit. Eine ent­ge­gen­ste­hen­de Aus­le­gung der Norm ver­bie­tet der Wort­sinn des Geset­zes. Tritt eine Über­schul­dung oder zumin­dest dro­hen­de Zah­lungs­un­fä­hig­keit erst spä­ter ein, kommt nur eine Straf­bar­keit gemäß § 283 b Abs. 1 Nr. 3 b StGB in Betracht (vgl. BGH, Beschlüs­se vom 30.01.2003 – 3 StR 437/​02; und vom 05.11.1997 – 2 StR 462/​97)).

Bank­rott

Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart, Urteil vom 30. Mai 2011 – 1 Ss 851/​10