Bei­hil­fe bei BTM-Ein­fuhr und Han­del

Der Tat­be­stand der Ein­fuhr erfor­dert zwar kei­nen eigen­hän­di­gen Trans­port des Betäu­bungs­mit­tels über die Gren­ze. Mit­tä­ter einer Ein­fuhr im Sin­ne von § 25 Abs. 2 StGB kann ein Betei­lig­ter des­halb auch dann sein, wenn das Rausch­gift von einer ande­ren Per­son in das Inland ver­bracht wird.

Bei­hil­fe bei BTM-Ein­fuhr und Han­del

Vor­aus­set­zung dafür ist nach den auch hier gel­ten­den Grund­sät­zen des all­ge­mei­nen Straf­rechts aber ein die Tat­be­ge­hung objek­tiv för­dern­der Bei­trag, der sich als ein Teil der Tätig­keit aller dar­stellt und der die Hand­lun­gen der ande­ren als Ergän­zung des eige­nen Tat­an­teils erschei­nen lässt.

Ob dies gege­ben ist, ist auf der Grund­la­ge einer umfas­sen­den wer­ten­den Betrach­tung fest­zu­stel­len; von beson­de­rer Bedeu­tung sind dabei

  • der Grad des eige­nen Inter­es­ses am Tat­er­folg,
  • der Ein­fluss bei der Vor­be­rei­tung der Tat und der Tat­pla­nung,
  • der Umfang der Tat­be­tei­li­gung und die Teil­ha­be an der Tat­herr­schaft oder jeden­falls der Wil­le dazu, so dass die Durch­füh­rung und der Aus­gang der Tat maß­geb­lich auch von dem Wil­len des Betref­fen­den abhän­gen.

Ent­schei­den­der Bezugs­punkt bei allen die­sen Merk­ma­len ist der Ein­fuhr­vor­gang selbst 1.

Ent­spre­chen­des gilt für das Han­del­trei­ben. Auch für den­je­ni­gen, der ein Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäft ledig­lich ver­mit­telt 2 oder auf ähn­li­che Wei­se för­dert, wird daher mit­tä­ter­schaft­li­ches Han­del­trei­ben vor allem dann in Betracht kom­men, wenn er gera­de für das Han­del­trei­ben erheb­li­che Tätig­kei­ten ent­fal­tet, etwa am An- und Ver­kauf des Rausch­gifts unmit­tel­bar betei­ligt ist oder sonst ein eige­nes Inter­es­se am wei­te­ren Schick­sal des Gesamt­ge­schäfts hat, weil er eine Betei­li­gung am Umsatz oder dem zu erzie­len­den Gewinn erhal­ten soll 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Febru­ar 2015 – 4 StR 16/​15

  1. zum Gan­zen BGH, Beschluss vom 27.05.2014 – 3 StR 137/​14 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 14.08.2012 – 3 StR 274/​12, Stra­Fo 2012, 423[]
  3. BGH, Beschluss vom 24.04.2014 – 5 StR 123/​14 mwN[]