Bei­hil­fe – und die Strafzumessung

Maß­geb­lich für die Ein­ord­nung der Schuld eines Gehil­fen ist das Gewicht sei­ner Bei­hil­fe­hand­lung, wenn auch die Schwe­re der Haupt­tat mit zu berück­sich­ti­gen ist1.

Bei­hil­fe – und die Strafzumessung

Dem­ge­gen­über ist es rechts­feh­ler­haft, ent­schei­dend auf das Gewicht der Haupt­tat und weni­ger auf die Bedeu­tung des Tat­bei­trags des Gehil­fen abzustellen.

So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall: Sowohl bei der Straf­rah­men­wahl als auch bei der Straf­zu­mes­sung im enge­ren Sinn hat das Land­ge­richt zu Las­ten des Ange­klag­ten die erheb­li­che Men­ge des Koka­ins gewer­tet, die der Ange­klag­te auf dem Park­platz über­gab und die in sei­ner Woh­nung auf­ge­fun­den wur­de. Dabei hat es nicht berück­sich­tigt, dass der Ange­klag­te sich hin­sicht­lich die­ser Betäu­bungs­mit­tel und damit des ganz über­wie­gen­den Teils der Gesamt­men­ge ledig­lich einer Bei­hil­fe (zum Han­del­trei­ben) schul­dig gemacht hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Okto­ber 2020 – 1 StR 211/​20

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 21.01.2014 – 1 StR 664/​13 Rn. 5; und vom 19.03.2003 – 2 StR 530/​02 Rn. 3 jeweils mwN[]