Berufs­ver­bot – als Maß­re­gel der Bes­se­rung und Siche­rung

Das Berufs­ver­bot als Maß­re­gel der Bes­se­rung und Siche­rung gemäß § 70 StGB – ist ein schwer­wie­gen­der Ein­griff, mit dem die All­ge­mein­heit oder auch nur ein bestimm­ter Per­so­nen­kreis vor wei­te­rer Gefähr­dung geschützt wer­den sol­len 1.

Berufs­ver­bot – als Maß­re­gel der Bes­se­rung und Siche­rung

Es darf daher nur ver­hängt wer­den, wenn die Gefahr besteht, dass der Täter auch in Zukunft den Beruf, des­sen Aus­übung ihm ver­bo­ten wer­den soll, zur Ver­übung erheb­li­cher Straf­ta­ten miss­brau­chen wird 2.

Vor­aus­set­zung hier­für ist, dass eine – auf den Zeit­punkt der Urteils­ver­kün­dung abge­stell­te – Gesamt­wür­di­gung des Täters und sei­ner Taten den Rich­ter zu der Über­zeu­gung führt, dass die Gefahr, das heißt die Wahr­schein­lich­keit künf­ti­ger ähn­li­cher erheb­li­cher Rechts­ver­let­zun­gen durch den Täter besteht 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Janu­ar 2017 – 1 StR 570/​16

  1. BGH, Urteil vom 12.05.1975 – AnwSt ® 8/​74, NJW 1975, 1712[]
  2. BGH, Urteil vom 25.04.2013 – 4 StR 296/​12, StV 2013, 699 mwN[]
  3. BGH, Urteil vom 25.04.2013 – 4 StR 296/​12, StV 2013, 699; Beschluss vom 02.08.1978 – StB 171/​78, BGHSt 28, 84, 85 f.; Urteil vom 22.10.1981 – 4 StR 429/​81, wis­tra 1982, 66, 67[]