(Beson­ders) schwe­rer Raub – und die unge­la­de­ne Schuss­waf­fe

Eine unge­la­de­ne Schuss­waf­fe bzw. Gas­o­der Schreck­schuss­pis­to­le, die vom Täter als Droh­mit­tel zur Ver­hin­de­rung oder Über­win­dung von Wider­stand einer ande­ren Per­son ein­ge­setzt wird, unter­fällt (ledig­lich) dem Tat­be­stand des schwe­ren Rau­bes nach § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB 1. Mit ihr ist dage­gen nicht der Tat­be­stand des beson­ders schwe­ren Rau­bes gemäß § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB erfüllt.

(Beson­ders) schwe­rer Raub – und die unge­la­de­ne Schuss­waf­fe

Die kon­kre­te Ver­wen­dung der Kabel­bin­der zur Fes­se­lung der Geschä­dig­ten ver­mag vor­lie­gend den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stand des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB eben­falls nicht zu begrün­den. Nach der Art der Ver­wen­dung der Kabel­bin­der lag kei­ne Eig­nung vor, erheb­li­che Ver­let­zun­gen her­vor­zu­ru­fen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. Okto­ber 2018 – 1 StR 517/​18

  1. vgl. Fischer, StGB, 65. Aufl., § 250 Rn. 10 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 11.11.2003 – 3 StR 345/​03, NStZ-RR 2004, 169[]