Bestech­lich­keit – und der beson­ders schwe­re Fall

Das Regel­bei­spiel des beson­ders schwe­ren Fal­les der Bestech­lich­keit nach §§ 332, 335 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1 StGB setzt ein "Vor­teil gro­ßen Aus­ma­ßes" vor­aus, der min­des­tens 50.000 € betra­gen muss.

Bestech­lich­keit – und der beson­ders schwe­re Fall

Der Bun­des­ge­richts­hof hält es inso­weit für sach­ge­recht, die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zum "Ver­mö­gens­ver­lust gro­ßen Aus­ma­ßes" im Sin­ne des § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 Vari­an­te 1 StGB 1 und zur Steu­er­ver­kür­zung sowie der Erlan­gung von Steu­er­vor­tei­len "in gro­ßem Aus­maß" nach § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 AO 2, in denen er das Bedürf­nis nach Rechts­si­cher­heit her­vor­ge­ho­ben und die Wert­gren­ze nach objek­ti­ven Kri­te­ri­en auf jeweils grund­sätz­lich 50.000 € fest­ge­setzt hat, auf die Bemes­sung des "Vor­teils gro­ßen Aus­ma­ßes" nach § 335 Abs. 2 Nr. 1 StGB zu über­tra­gen 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. April 2016 – 5 StR 584/​15

  1. BGH, Urteil vom 07.10.2003 – 1 StR 274/​03, BGHSt 48, 360[]
  2. BGH, Urteil vom 02.12 2008 – 1 StR 416/​08, BGHSt 53, 71[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 23.11.2015 – 5 StR 352/​15 18 bis 24[]