Betrü­ge­ri­sche Tep­pich­ver­käu­fe – und die Ein­zie­hung der erlang­ten Gegen­leis­tung

Die Gegen­leis­tung eines durch Betrug zustan­de gekom­me­nen Aus­tausch­ver­tra­ges, der zwar anfecht­bar, aber nicht nich­tig ist und der vom Geschä­dig­ten nicht ange­foch­ten wur­de, ist bei der Bestim­mung des Ein­zie­hungs­be­tra­ges abzu­set­zen.

Betrü­ge­ri­sche Tep­pich­ver­käu­fe – und die Ein­zie­hung der erlang­ten Gegen­leis­tung

Daher ist der tat­säch­li­che Wert eines min­der­wer­ti­gen Tep­pichs, den der Täter betrü­ge­risch als hoch­wer­ti­ge Ware ver­kauft hat; vom gezahl­ten Kauf­preis abzu­zie­hen 1.

Der Ein­zie­hungs­be­trag ent­spricht in die­sem Fall dem Betrugs­scha­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Okto­ber 2018 – 2 StR 350/​18

  1. vgl. BT-Drs. 18/​9525 S. 68[]
  2. vgl. Köh­ler, NStZ 2017, 497, 510[]