Betrug per Lea­sing­ver­trag – und die Scha­dens­be­sti­mung

Für die zur Scha­dens­be­stim­mung erfor­der­li­che Gesamt­sal­die­rung bei dem Abschluss eines Lea­sing­ver­trags sind der Geld­wert des vom Lea­sing­ge­ber erwor­be­nen Anspruchs auf die vom Lea­sing­neh­mer zu leis­ten­den ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Lea­sing­ra­ten unter Berück­sich­ti­gung des jewei­li­gen Aus­fall­ri­si­kos zu bewer­ten und mit dem Geld­wert der ein­ge­gan­ge­nen Ver­pflich­tung durch den Lea­sing­ge­ber zu ver­glei­chen ist 1.

Betrug per Lea­sing­ver­trag – und die Scha­dens­be­sti­mung

Das ver­blei­ben­de Eigen­tum an einem Lea­sing­fahr­zeug darf bei der Berech­nung des Ver­mö­gens­scha­dens nur dann unbe­rück­sich­tigt blei­ben, wenn der Lea­sing­neh­mer von Anfang an beab­sich­tigt, dem Lea­sing­ge­ber das Fahr­zeug gänz­lich zu ent­zie­hen und das Eigen­tum dadurch aus des­sen Ver­mö­gen her­aus­zu­neh­men 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. August 2019 – 5 StR 205/​19

  1. BGH, Beschluss vom 19.12 2018 – 2 StR 291/​18[]
  2. BGH, Beschluss vom 20.12 2017 – 4 StR 66/​17, NStZ-RR 2018, 109, 110[]