Betrug und Dieb­stahl – gewerbs­mä­ßig

Gewerbs­mä­ßig han­delt, wer sich durch die wie­der­hol­te Tat­be­ge­hung eine nicht nur vor­über­ge­hen­de Ein­nah­me­quel­le von eini­gem Umfang und eini­ger Dau­er ver­schaf­fen will 1.

Betrug und Dieb­stahl – gewerbs­mä­ßig

Dabei muss die die Gewerbs­mä­ßig­keit kenn­zeich­nen­de Wie­der­ho­lungs­ab­sicht gera­de das­je­ni­ge Delikt betref­fen, des­sen Tat­be­stand durch das Merk­mal der Gewerbs­mä­ßig­keit qua­li­fi­ziert ist 2.

Die mehr­fa­che Bege­hung von Taten reicht hier­für allein nicht aus, ins­be­son­de­re dann, wenn die­se wie hier zeit­lich weit aus­ein­an­der lie­gen und sich bei vier Taten ledig­lich eine Beu­te von 131 € Bar­geld und vier Mobil­te­le­fo­nen im Wert von jeweils 100 € ergibt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. August 2016 – 2 StR 6/​16

  1. BGH, Beschluss vom 23.07.2015 – 3 StR 518/​14, NStZ-RR 2015, 341; BGH, Beschluss vom 13.12 1995 – 2 StR 575/​95, BGHR BtMG § 30 Abs. 1 Nr. 2 Gewerbs­mä­ßig 1[]
  2. vgl. BGH, NJW 1996, 1069[]