Beweis­be­haup­tun­gen – und ihre Umdeu­tung in eine Ein­las­sung

Ein­zel­ne Beweis­be­haup­tun­gen aus den Beweis­an­trä­gen der Ver­tei­di­ger dür­fen nicht – gleich­sam wie eine Ein­las­sung der Ange­klag­ten – in die Beweis­wür­di­gung des Gerichts mit­ein­ge­stel­let wer­den.

Beweis­be­haup­tun­gen – und ihre Umdeu­tung in eine Ein­las­sung

Beweis­be­haup­tun­gen, die in einem von dem Ver­tei­di­ger gestell­ten Beweis­an­trag ent­hal­ten sind, dür­fen nicht in eine Ein­las­sung des Ange­klag­ten umge­deu­tet wer­den, sofern sich die­ser hier­zu nicht erklärt 1.

Ob die Ange­klag­ten ent­spre­chen­de Erklä­run­gen abge­ge­ben haben, muss sich dem Urteil ent­neh­men las­sen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Juli 2016 – 2 StR 383/​15

  1. BGH, Beschlüs­se vom 07.08.2014 – 3 StR 105/​14, NStZ 2015, 207, 208; vom 12.04.2000 , 1 StR 623/​99, NStZ 2000, 495; vom 29.05.1990 – 4 StR 118/​90, NStZ 1990, 447, 448[]