Beweis­wür­di­gung – und das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung

Die Beweis­wür­di­gung ist ori­gi­nä­re Sache des Tatrich­ters (§ 261 StPO). Allein ihm obliegt es, die Ergeb­nis­se der Haupt­ver­hand­lung fest­zu­stel­len und abschlie­ßend zu wür­di­gen. Sei­ne Schluss­fol­ge­run­gen müs­sen nicht zwin­gend sein. Es genügt, dass sie mög­lich sind 1.

Beweis­wür­di­gung – und das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung

Das Revi­si­ons­ge­richt ist auf die Prü­fung beschränkt, ob die Beweis­wür­di­gung des Tat­ge­richts mit Rechts­feh­lern behaf­tet ist, weil sie Lücken oder Wider­sprü­che auf­weist, mit Denk­ge­set­zen oder gesi­cher­tem Erfah­rungs­wis­sen nicht über­ein­stimmt oder sich so weit von einer Tat­sa­chen­grund­la­ge ent­fernt, dass sich die gezo­ge­nen Schluss­fol­ge­run­gen letzt­lich als rei­ne Ver­mu­tung erwei­sen 2. Zudem bedür­fen die tatrich­ter­li­chen Fest­stel­lun­gen einer trag­fä­hi­gen Beweis­grund­la­ge 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 11. April 2018 – 2 StR 551/​17

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2015 – 4 StR 420/​14, NStZ-RR 2015, 148 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 12.01.2017 – 1 StR 360/​16, BeckRS 2017, 104320; Urteil vom 21.03.2013 – 3 StR 247/​12, NStZ 2013, 420, 421 mwN[]
  3. st. Rspr.; BGH, Beschluss vom 05.12 2017 – 4 StR 513/​17 2; KK-Ott, StPO, 7. Aufl., § 261 Rn. 84[]