Beweis­wür­di­gung – und die Über­prü­fung des Frei­spruchs durch das Revi­si­ons­ge­richt

Das Revi­si­ons­ge­richt muss es grund­sätz­lich hin­neh­men, wenn das Tat­ge­richt einen Ange­klag­ten frei­spricht, weil es Zwei­fel an sei­ner Täter­schaft nicht zu über­win­den ver­mag.

Beweis­wür­di­gung – und die Über­prü­fung des Frei­spruchs durch das Revi­si­ons­ge­richt

Die Beweis­wür­di­gung ist Sache des Tatrich­ters (§ 261 StPO), dem es obliegt, das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung fest­zu­stel­len und zu wür­di­gen. Sei­ne Schluss­fol­ge­run­gen brau­chen nicht zwin­gend zu sein, es genügt, dass sie mög­lich sind1.

Die revi­si­ons­ge­richt­li­che Prü­fung beschränkt sich allein dar­auf, ob dem Tatrich­ter Rechts­feh­ler unter­lau­fen sind. Dies ist in sach­lich­recht­li­cher Hin­sicht der Fall, wenn die Beweis­wür­di­gung wider­sprüch­lich, unklar oder lücken­haft ist oder gegen Denk­ge­set­ze oder gesi­cher­te Erfah­rungs­sät­ze ver­stößt2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 24. Janu­ar 2018 – 1 StR 331/​17

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urtei­le vom 10.05.2017 – 2 StR 258/​16 17; und vom 12.02.2015 – 4 StR 420/​14, NStZ-RR 2015, 148 mwN
  2. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urtei­le vom 01.02.2017 – 2 StR 78/​16, NStZ-RR 2017, 183, 184; vom 13.07.2016 – 1 StR 94/​16 9; und vom 14.09.2017 – 4 StR 45/​17 7