Beweiswürdigung – und das Revisionsgericht

Die Beweiswürdigung ist Sache des Tatgerichts. Trifft es aufgrund der in der Hauptverhandlung angefallenen Erkenntnisse Feststellungen oder kann es wegen verbleibender Zweifel keine Feststellungen treffen, so ist dies durch das Revisionsgericht regelmäßig hinzunehmen.

Beweiswürdigung – und das Revisionsgericht

Es kommt nicht darauf an, ob es Erkenntnisse anders gewürdigt oder dem Tatgericht verbleibende Zweifel überwunden hätte.

Anderes gilt nur dann, wenn die Beweiswürdigung Rechtsfehler, etwa Lücken, Widersprüche, Unklarheiten oder Verstöße gegen die Gesetze der Logik oder gesicherte Erfahrungssätze, aufweist1.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 4. März 2020 – 5 StR 623/19

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 14.10.2008 – 1 StR 260/08, BGHSt 53, 6, 20 f.[]

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