Bipo­la­re Stö­run­gen

Bei bipo­la­ren Stö­run­gen besteht eine gro­ße Band­brei­te von Aus­prä­gun­gen und Schwe­re­gra­den, so dass ein nur all­ge­mei­ner Hin­weis in den Urteils­grün­den auf die Dia­gno­se nicht aus­rei­chend aus­sa­ge­kräf­tig ist 1.

Bipo­la­re Stö­run­gen

Gera­de in mani­schen Pha­sen kann es, je nach Aus­prä­gung und Schwe­re, zu Beein­träch­ti­gun­gen der Steue­rungs­fä­hig­keit, aber auch der Ein­sichts­fä­hig­keit kom­men.

Soweit das Land­ge­richt allein aus dem plan­voll und geord­ne­ten Vor­ge­hen des Ange­klag­ten und den adäqua­ten Reak­tio­nen auf die Äuße­run­gen der Gegen­sei­te aber letzt­lich zum Aus­schluss einer Ver­min­de­rung der Steue­rungs­fä­hig­keit kommt, wird hier nur ein Aspekt berück­sich­tigt, ohne im Rah­men der not­wen­di­gen Gesamt­be­wer­tung die dar­ge­stell­ten wei­te­ren Gesichts­punk­te mit ein­zu­be­zie­hen. Viel­mehr spricht die – wie dem Ange­klag­ten aus zwei ergeb­nis­lo­sen Vor­ver­su­chen bekannt war – bereits von vorn­her­ein zum Schei­tern ver­ur­teil­te Tat schon gegen eine ratio­nal bestimm­te Vor­ge­hens­wei­se des Ange­klag­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Juni 2016 – 1 StR 239/​16

  1. BGH, Beschlüs­se vom 28.01.2016 – 3 StR 521/​15, NStZ-RR 2016, 135; vom 13.08.2013 – 2 StR 128/​13, NStZ-RR 2013, 368, 369; und vom 23.08.2012 – 1 StR 389/​12, NStZ 2013, 98