"Blow-Job", "Dog­gy-Style" – und die Gerichts­spra­che

Ein Gericht verstö0ßt durch die Ver­wen­dung weni­ger ein­zel­ner, ursprüng­lich aus der eng­li­schen Spra­che stam­men­der Begrif­fe (wie "Blow-Job" oder "Dog­gy-Style") bei der Wie­der­ga­be der Aus­sa­gen der Neben­klä­ge­rin im Urteil nicht gegen § 184 GVG (i.V.m. § 267 Abs. 1 StPO).

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Dabei kann offen­blei­ben, ob die genann­ten Begrif­fe nicht ohne­hin bereits in die deut­sche Spra­che über­nom­men wor­den sind. Das aus § 184 GVG fol­gen­de Gebot, Urtei­le in deut­scher Spra­che sowie in ver­ständ­li­cher Form [1] abzu­fas­sen, wäre allen­falls dann ver­letzt, wenn das Urteil wegen der Ver­wen­dung fremd­sprach­li­cher Begrif­fe nicht mehr die durch § 267 StPO vor­ge­ge­be­nen Inhal­te in einer nach­voll­zieh­ba­ren Wei­se dar­stellt [2]. Das ist vor­lie­gend ange­sichts der umfas­sen­den Beschrei­bung der den Schuld­sprü­chen zugrun­de lie­gen­den sexu­el­len Hand­lun­gen des Ange­klag­ten in deut­scher Spra­che offen­sicht­lich nicht der Fall.

  1. dazu OLG Hamm, Beschluss vom 22.04.2010 – 2 RVs 13/​10, NStZ-RR 2010, 348 mwN[]
  2. vgl. zu dem ent­spre­chen­den Maß­stab bei der Wirk­sam­keit einer eng­lisch­spra­chi­ge Begrif­fe beinhal­ten­den Ankla­ge­schrift BGH, Urteil vom 09.11.2011 – 1 StR 302/​11, NStZ 2012, 523, 525 Rn. 32 ff.[]