BTM-Han­del – als Ban­den­han­del

Dar­aus, dass eine Ban­de im Tat­zeit­raum noch Bestand hat, folgt nicht, dass jedes von einem Ban­den­mit­glied getä­tig­te Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäft einen Ban­den­han­del dar­stellt.

BTM-Han­del – als Ban­den­han­del

Denn die Annah­me einer Band­en­tat setzt neben einer aus­drück­lich oder kon­klu­dent getrof­fe­nen Ban­den­ab­re­de zwi­schen min­des­tens drei Per­so­nen vor­aus, dass der Täter die Tat gera­de als Mit­glied der Ban­de unter Mit­wir­kung eines ande­ren Ban­den­mit­glieds begeht.

Die Ein­zel­tat muss Aus­fluss der Ban­den­ab­re­de sein und darf nicht los­ge­löst davon aus­schließ­lich im eige­nen Inter­es­se der jeweils unmit­tel­bar Betei­lig­ten aus­ge­führt wer­den 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Okto­ber 2016 – 3 StR 321/​16

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 01.03.2011 – 4 StR 30/​11, Stra­Fo 2011, 521 mwN[]