BTM-Han­del – und die Betei­li­gung mehe­rer Per­so­nen

Mit­tä­ter ist, wer nicht nur frem­des Tun för­dert, son­dern einen eige­nen Tat­bei­trag der­art in eine gemein­schaft­li­che Tat ein­fügt, dass sein Bei­trag als Teil der Tätig­keit des ande­ren und umge­kehrt des­sen Tun als Ergän­zung sei­nes eige­nen Tat­an­teils erscheint.

BTM-Han­del – und die Betei­li­gung mehe­rer Per­so­nen

Ob ein Betei­lig­ter ein so enges Ver­hält­nis zur Tat hat, ist nach den gesam­ten Umstän­den, die von sei­ner Vor­stel­lung umfasst sind, in wer­ten­der Betrach­tung zu beur­tei­len.

Wesent­li­che Anhalts­punk­te kön­nen der Grad des eige­nen Inter­es­ses am Tat­er­folg, der Umfang der Tat­be­tei­li­gung und die Tat­herr­schaft oder wenigs­tens der Wil­le zur Tat­herr­schaft sein 1.

Bei Betei­li­gung meh­re­rer Per­so­nen, von denen nicht jede sämt­li­che Tat­be­stands­merk­ma­le ver­wirk­licht, ist Mit­tä­ter, wer sei­nen eige­nen Tat­bei­trag so in die Tat ein­fügt, dass er als Teil der Hand­lung eines ande­ren Betei­lig­ten und umge­kehrt des­sen Han­deln als Ergän­zung des eige­nen Tat­an­teils erscheint. Stets muss sich die­se Mit­wir­kung aber nach der Wil­lens­rich­tung des sich Betei­li­gen­den als Teil der Tätig­keit aller dar­stel­len 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. März 2017 – 1 StR 19/​17

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urtei­le vom 15.01.1991 – 5 StR 492/​90, BGHSt 37, 289, 291; vom 09.04.2013 – 1 StR 586/​12, BGHSt 58, 218, 225 f.; vom 13.07.2016 – 1 StR 94/​16 Rn. 17; und vom 10.08.2016 – 2 StR 22/​16, NStZ-RR 2016, 375, 376
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 29.09.2015 – 3 StR 336/​15, NStZ-RR 2016, 6; Urteil vom 10.08.2016 – 2 StR 22/​16, NStZ-RR 2016, 375, 376