BTM-Han­del in meh­re­ren Ein­zel­ge­schäf­ten – und die nicht gerin­ge Men­ge

Die Gesamt­men­ge der über den Zeit­raum von acht Wochen (hier: pro Woche 25 Gramm) ins­ge­samt zu Ver­kaufs­zwe­cken ent­nom­me­nen Dro­gen darf nicht ein­fach zusam­men­ge­rech­net wer­den.

BTM-Han­del in meh­re­ren Ein­zel­ge­schäf­ten – und die nicht gerin­ge Men­ge

Rich­ti­ger­wei­se hät­te geprüft wer­den müs­sen, ob die ein­zel­nen wöchent­li­chen Ent­nah­men des Dea­lers, die jeweils für sich nur eine unter dem Grenz­wert zur nicht gerin­gen Men­ge lie­gen­de Betäu­bungs­mit­tel­men­ge betra­fen, gege­be­nen­falls mit Blick dar­auf, dass sie aus einem ein­heit­li­chen Ver­kaufs­vor­rat stamm­ten, hät­ten zusam­men­ge­rech­net wer­den dür­fen [1].

Sodann hät­te nur in den Fäl­len, in denen die dann zuläs­si­ger­wei­se zu addie­ren­den Men­gen den Grenz­wert über­schrit­ten, ein Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge aus­ge­ur­teilt wer­den kön­nen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 1. Dezem­ber 2016 – 3 StR 331/​16

  1. vgl. dazu Weber, BtMG, 4. Aufl., vor §§ 29 ff. Rn. 588 ff. mwN[]