BTM-Han­del – meh­re­re Lie­fe­run­gen

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs begrün­det im Übri­gen allein der Umstand, dass der Ange­klag­te aus meh­re­ren selb­stän­di­gen Ein­käu­fen stam­men­de Betäu­bungs­mit­tel zeit­gleich bei sich gela­gert hat, kei­ne Bewer­tungs­ein­heit und wäre nicht geeig­net, die selb­stän­di­gen Taten des Han­del­trei­bens zu Tat­ein­heit zu ver­klam­mern1.

BTM-Han­del – meh­re­re Lie­fe­run­gen

War die Gren­ze zur nicht gerin­gen Men­ge im Sin­ne des § 30a Abs. 1 BtMG nicht erst durch eine Zusam­men­fas­sung der Betäu­bungs­mit­tel­men­gen, son­dern bereits bei meh­re­ren der sicher­ge­stell­ten Ein­zel­men­gen jeweils um ein Viel­fa­ches über­schrit­ten, hat sich die rechts­feh­ler­haf­te Annah­me (nur) einer Tat aller­dings nur zuguns­ten und nicht zum Nach­teil des Ange­klag­ten aus­ge­wirkt.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. März 2018 – 2 StR 408/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 21.08.2012 – 2 StR 277/​12, NStZ 2013, 48; Körner/​Patzak/​Volkmer, BtMG, 8. Aufl., § 29 Teil 4 Rn. 316 mwN []