BTM-Han­del – und die Straf­zu­mes­sung

Es ist unter dem Gesichts­punkt des Dop­pel­ver­wer­tungs­ver­bots (§ 46 Abs. 3 StGB) nicht unbe­denk­lich, bei der Straf­zu­mes­sung im Hin­blick auf das "Tat­bild" zuun­guns­ten der Ange­klag­ten zu berück­sich­ti­gen, dass die Dro­gen in den Fäl­len des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln "jeweils über das auf­ge­bau­te Ver­triebs­sys­tem tat­säch­lich in den Ver­kehr" gelang­ten.

BTM-Han­del – und die Straf­zu­mes­sung

Denn Han­del­trei­ben im Sin­ne des § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BtMG ist jede eigen­nüt­zi­ge auf den Umsatz von Betäu­bungs­mit­teln gerich­te­te Tätig­keit 1. Es erfasst typi­scher­wei­se den Ver­kauf an ande­re Per­so­nen 2 und damit auch, dass die Betäu­bungs­mit­tel in den Ver­kehr gera­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Novem­ber 2017 – 3 StR 434/​17

  1. BGH, Beschluss vom 26.10.2005 – GSSt 1/​05, BGHSt 50, 252, 256[]
  2. vgl. dazu BGH, Beschluss vom 28.11.2003 – 2 StR 403/​03, BGHR StGB § 46 Abs. 3 Han­del­trei­ben 5[]