BTM-Han­del – und die Waf­fe

Der Anwen­dung des Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stands des § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG steht es nicht ent­ge­gen, dass nach der Ver­ein­ba­rung eines auf eine nicht gerin­ge Men­ge bezo­ge­nen Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäfts nicht fest­zu­stel­len war, ob die spä­te­re Über­ga­be der Dro­gen, bei der ein sons­ti­ger Gegen­stand im Sin­ne der Vor­schrift für den Ange­klag­ten in Reich­wei­te war, auch eine nicht gerin­ge Men­ge an Betäu­bungs­mit­tel betraf.

BTM-Han­del – und die Waf­fe

Setzt sich die Tat des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln aus meh­re­ren Ein­zel­ak­ten zusam­men, so reicht es zur Tat­be­stands­er­fül­lung des bewaff­ne­ten Han­del­trei­bens aus, wenn der qua­li­fi­zie­ren­de Umstand nur bei einem Ein­zel­akt ver­wirk­licht ist 1.

Stellt sich – wie hier – die Über­ga­be einer mög­li­cher­wei­se ledig­lich gerin­gen Men­ge von Betäu­bungs­mit­teln als Teil­ob­jekt eines zuvor ver­ab­re­de­ten Han­dels­ge­schäfts über eine nicht gerin­ge Men­ge dar, ist damit der Anwen­dungs­be­reich des § 30a Abs. 2 Nr. 2 BtMG eröff­net.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 18. Mai 2016 – 2 StR 406/​15

  1. BGH, Urteil vom 28.02.1997 – 2 StR 556/​96, BGHSt 43, 8, 10; Urteil vom 21.09.2011 – 2 StR 286/​11, NStZ 2012, 240; Beschluss vom 24.07.2012 – 2 StR 205/​12[]