BTM-Han­del – und die nicht fest­ge­stell­te Wirk­stoff­men­ge

Wegen der Bedeu­tung der Wirk­stoff­men­ge für eine sach­ge­rech­te, schuld­an­ge­mes­se­ne Fest­set­zung der Stra­fen im Betäu­bungs­mit­tel­straf­recht kann grund­sätz­lich auf eine nach den Umstän­den des Fal­les mög­li­che genaue Fest­stel­lung des Wirk­stoff­ge­halts nicht ver­zich­tet wer­den1.

BTM-Han­del – und die nicht fest­ge­stell­te Wirk­stoff­men­ge

Aller­dings bedarf es aus­nahms­wei­se kei­ner Begut­ach­tung des sicher­ge­stell­ten Betäu­bungs­mit­tels, wenn die Taten der Sicher­stel­lung zeit­lich weit vor­ge­la­gert waren und das erheb­lich spä­ter sicher­ge­stell­te Betäu­bungs­mit­tel kei­nen ver­läss­li­chen Rück­schluss auf die Qua­li­tät der Betäu­bungs­mit­tel in den urteils­ge­gen­ständ­li­chen Zeit­räu­men erlaubt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Febru­ar 2018 – 1 StR 582/​17

  1. vgl. dazu BGH, Beschluss vom 20.06.2017 – 1 StR 227/​17, StV 2018, 22 mwN