Can­na­bis­plan­ta­ge – und die erwar­te­te Ern­te­men­ge

Bei einem auf spä­te­re Ver­äu­ße­rung zie­len­den Anbau von Can­na­bis­pflan­zen ist für die Abgren­zung des Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln vom Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge die Men­ge maß­geb­lich, die mit der bereits begon­ne­nen Auf­zucht der Pflan­zen letzt­lich erzielt und gewinn­brin­gend ver­äu­ßert wer­den soll 1.

Can­na­bis­plan­ta­ge – und die erwar­te­te Ern­te­men­ge

Ent­spre­chend ist auch für den Schuld­um­fang bei der Straf­zu­mes­sung die Men­ge an Wirk­stoff maß­geb­lich, die mit dem Anbau letzt­lich erzielt und gewinn­brin­gend ver­äu­ßert wer­den soll.

Feh­len Refe­renz­wer­te aus einem frü­he­ren Anbau, muss die zu erwar­ten­de Ertrags­men­ge – gege­be­nen­falls mit sach­ver­stän­di­ger Hil­fe – geschätzt wer­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 22. Dezem­ber 2016 – 4 StR 360/​16

  1. BGH, Urtei­le vom 20.12 2012 – 3 StR 407/​12, BGHSt 58, 99; vom 06.11.2013 – 5 StR 302/​13 Rn. 9 f.[]
  2. vgl. Patzak/​Goldhausen, NStZ 2014, 384, 386[]