Das Geständ­nis ohne vor­he­ri­ge Beleh­rung

Der Ver­stoß gegen die Beleh­rungs­pflicht aus § 136 Abs. 1 Satz 5 Halb­satz 2 StPO hat ledig­lich ein rela­ti­ves Beweis­ver­wer­tungs­ver­bot zur Fol­ge 1.

Das Geständ­nis ohne vor­he­ri­ge Beleh­rung

Die danach gebo­te­ne Abwä­gung führ­te im hier ent­schie­de­nen Fall ange­sichts des hohen Ver­fol­gungs­und Auf­klä­rungs­in­ter­es­ses des Staa­tes bei einem (ver­such­ten) Tötungs­de­likt und der Tat­sa­che, dass kei­ne bewuss­te Umge­hung der Beleh­rungs­vor­schrif­ten vor­lag (feh­ler­haf­ter Beleh­rungs­vor­druck), auch unter Berück­sich­ti­gung der Schwe­re des Ver­sto­ßes im Hin­blick auf die Rechts­po­si­ti­on der Ange­klag­ten zur Ver­wert­bar­keit ihrer Anga­ben.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Janu­ar 2020 – 5 StR 628/​19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 06.02.2018 – 2 StR 163/​17, NStZ 2018, 671[]