Das abge­press­te Han­dy – und sein Wei­ter­ver­kauf

Ein gut­gläu­bi­ger Eigen­tums­er­werb nach den §§ 929, 932 BGB ist gemäß § 935 Abs. 1 BGB aus­ge­schlos­sen, wenn die Sache dem frü­he­ren Eigen­tü­mer abhan­den­ge­kom­men war.

Das abge­press­te Han­dy – und sein Wei­ter­ver­kauf

Unter einem Abhan­den­kom­men in die­sem Sin­ne ist der unfrei­wil­li­ge Ver­lust des unmit­tel­ba­ren Besit­zes zu ver­ste­hen. Der für die Frei­wil­lig­keit bestim­men­de Wil­le ist aller­dings nicht rechts­ge­schäft­li­cher, son­dern tat­säch­li­cher Natur.

Des­halb führt die Besitz­auf­ga­be auf­grund einer Täu­schung oder als Fol­ge einer Dro­hung nicht zu einem Abhan­den­kom­men, es sei denn, der psy­chi­sche Zwang kommt einer unwi­der­steh­li­chen Gewalt gleich 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Juli 2016 – 3 StR 105/​16

  1. st. Rspr.; vgl. schon BGH, Urtei­le vom 15.11.1951 – III ZR 21/​51, BGHZ 4, 10, 34 ff.; vom 11.06.1953 – IV ZR 181/​52, NJW 1953, 1506, 1507[]