Das in den Urteils­grün­den nicht erwähn­te Beweis­mit­tel

Allein aus dem Umstand, dass ein Beweis­mit­tel in den Urteils­grün­den uner­wähnt bleibt, ist noch nicht zu schlie­ßen, dass es über­se­hen wor­den ist.

Das in den Urteils­grün­den nicht erwähn­te Beweis­mit­tel

Wegen eines Ver­sto­ßes gegen die Pflicht zur erschöp­fen­den Wür­di­gung der Bewei­se lücken­haft und damit rechts­feh­ler­haft ist die Beweis­wür­di­gung viel­mehr nur dann, wenn sich die Erör­te­rung des Beweis­mit­tels mit Rück­sicht auf die sons­ti­gen Fest­stel­lun­gen auf­drän­gen muss­te 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. März 2015 – 2 StR 281/​14

  1. vgl. nur BGH, Urteil vom 04.08.2011 – 3 StR 120/​11, NStZ 2012, 49; KK-StPO/Ott, 7. Aufl., § 261 Rn. 82, jeweils mwN[]