Das vom Opfer aufgezeichnete Telefongespräch

Gespräche, die Angaben über konkret begangene Straftaten enthalten, gehören nicht zum unantastbaren Kern privater Lebensgestaltung1.

Das vom Opfer aufgezeichnete Telefongespräch

Dass das Landgericht von der durch die Nebenklägerin heimlich gefertigten Audioaufzeichnung des mit dem Angeklagten geführten Telefongesprächs zu Beweiszwecken Gebrauch gemacht hat, begründet daher nach Abwägung der widerstreitenden Interessen kein Beweisverwertungsverbot.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. März 2019 – 2 StR 244/18

  1. BVerfG, Urteil vom 03.03.2004 – 1 BvR 2378/98, 1084/99, BVerfGE 109, 279, 319; Beschluss vom 26.06.2008 – 2 BvR 219/08, StraFo 2008, 421; BGH, Urteil vom 10.08.2005 – 1 StR 140/05, BGHSt 50, 206, 212; BGH, Urteil vom 22.12 2011 – 2 StR 509/10, BGHSt 57, 71, 77 Rn. 18 []