Der bedeu­tungs­lo­se Beweis­an­trag

Will das Tat­ge­richt einen Beweis­an­trag wegen Bedeu­tungs­lo­sig­keit der Bewei­s­tat­sa­che (§ 244 Abs. 3 Satz 2 StPO) zurück­wei­sen, muss es dar­le­gen, war­um es aus der Bewei­s­tat­sa­che kei­ne ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen will.

Der bedeu­tungs­lo­se Beweis­an­trag

Die Anfor­de­run­gen an die­se Begrün­dung ent­spre­chen grund­sätz­lich den­je­ni­gen, denen das Gericht genü­gen müss­te, wenn es die Indiz- oder Hilfs­tat­sa­che durch Beweis­erhe­bung fest­ge­stellt und sodann in den schrift­li­chen Urteils­grün­den dar­zu­le­gen hät­te, war­um sie auf sei­ne Ent­schei­dungs­bil­dung ohne Ein­fluss geblie­ben ist.

Dies nötigt zu einer Ein­fü­gung der behaup­te­ten Bewei­s­tat­sa­che in das bis dahin gewon­ne­ne Beweis­ergeb­nis 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Dezem­ber 2014 – 2 StR 211/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 14.05.2013 – 5 StR 143/​13, NStZ 2013, 611[]