Der feh­ler­haf­te Deal – und das Beru­hen des Urteils hier­auf

In letz­ter Zeit hat der Bun­des­ge­richts­hof ver­mehrt Feh­ler im Rah­men einer Ver­stän­di­gung im Straf­ver­fah­ren dadurch „repa­riert“, dass er ein Beru­hen des Straf­ur­teils auf die­sem Feh­ler ver­nein­te.

Der feh­ler­haf­te Deal – und das Beru­hen des Urteils hier­auf

Das ist wohl zukünf­tig nicht mehr so ein­fach gehen wird, zeigt ein aktu­el­les obiter dic­tum des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de u.a. gegen eine Revi­si­ons­ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs [1] man­gels hin­rei­chen­der Begrün­dung nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men, nicht ohne dem Bun­des­ge­richts­hof sodann doch noch die Mah­nung ins Stamm­buch zu schrei­ben, das es aus die­sem Grund für die Ent­schei­dung die­ses Fal­les daher kei­ne Rol­le spiel­te, dass die sons­ti­gen Aus­füh­run­gen des Bun­des­ge­richts­hofs zur Beru­hens­fra­ge die ver­fas­sungs­recht­li­chen Vor­ga­ben miss­ach­ten [2].

Fort­set­zung folgt. Bestimmt.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 23. Mai 2016 – 2 BvR 2477/​15

  1. BGH, Urteil vom 23.07.2015 – 3 StR 470/​14[]
  2. vgl. hier­zu BVerfGE 133, 168, 223 Rn. 98; BVerfG, Beschlüs­se vom 15.01.2015 – 2 BvR 878/​14, NStZ 2015, S. 170, 171 f. und – 2 BvR 2055/​14, NStZ 2015, S. 172, 173 f.[]